Konjunkturerwartungen: ZEW: Talfahrt geht dem Ende zu

Konjunkturerwartungen: ZEW: Talfahrt geht dem Ende zu

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Der Containerterminal Burchardkai im Hamburger Hafen - Symbol für den weltweiten Handel.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich weiter auf und Experten sehen ein Ende des Absturzes. Vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragte Analysten bewerteten die Aussichten für die kommenden sechs Monate bei minus 3,5 Punkten - 2,3 Punkte besser als im Februar.

Die Bewertung der aktuellen Lage sank geringfügig um 3,2 Punkte auf minus 89,4 Punkte, den tiefsten Stand seit September 2003. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind damit den fünften Monat in Folge gestiegen. Sie liegen aber weiterhin unter ihrem historischen Mittelwert von 26,2 Punkten. Der Wert für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum stieg im März um 0,3 Punkte und erreichte einen Wert von minus 90,7 Punkten.

Obwohl sich die Dynamik der Aufwärtsbewegung verlangsamt habe, festige sich der Eindruck, dass die befragten Experten der konjunkturellen Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten insgesamt gelassener entgegensehen, erklärte das ZEW. Die Talfahrt der Konjunktur gehe allmählich zu Ende und „die Talsohle dürfte im Sommer dieses Jahres erreicht sein“, erklärte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Es gebe erste Lichtblicke. „Sie sollten jetzt nicht kaputtgeredet werden.“

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Das ZEW befragte im März 291 Analysten. Die Ökonomen von Dresdner Kleinwort/Commerzbank und UniCredit zeigten sich von den Ergebnissen positiv überrascht. Sie zeigten, „dass die Analysten vermehrt eine Besserung der derzeit katastrophalen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte sehen“, erklärten Dresdner Kleinwort/Commerzbank. Allerdings sei die Unsicherheit sehr hoch. Die Zahlen machten „allenfalls Hoffnung auf eine Stagnation in der zweiten Jahreshälfte“.

Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt von rund fünf Prozent

Bei UniCredit hieß es, der fortgesetzte Anstieg der Erwartungen auf den höchsten Stand seit Juli 2007 sei eine große Überraschung. Die Analysten und Ökonomen hätten einen wesentlichen Punkt hervorgehoben: Die Rezession werde nach der Sommerpause vorbei sein.

Dagegen sehen die Volkswirte der Nord/LB die Stimmung nochmals eingetrübt. Sie verwiesen vor allem auf die weiter verschlechterte Einschätzung der aktuellen Lage. Als „absurde Vorstellung“ bezeichneten sie es, dass es nach der aktuellen ZEW-Befragung immer noch Analysten gebe, die die aktuelle Lage als gut oder zumindest normal bezeichneten. Die Nord/LB erwarte inzwischen eine Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um rund fünf Prozent für das Gesamtjahr.

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