Konjunkturprognose: Eurozone wächst stärker als erwartet

Konjunkturprognose: Eurozone wächst stärker als erwartet

Trotz der trüben Aussichten für Griechenland hat die Europäische Union ihre Konjunkturprognose für die 19 Länder der Eurozone angehoben.

Die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsgebiet legt wegen des schwachen Euro und günstiger Ölpreise stärker zu als zunächst erwartet. Die EU-Kommission erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum von 1,5 Prozent, das sind 0,2 Punkte mehr als noch vor drei Monaten vorhergesagt. Überraschend kommt der Schritt nicht, denn der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte seine Prognose für den Euroraum mit 19 Ländern bereits angehoben. Die EU-Behörde teilte am Dienstag in Brüssel mit, sie rechne für das kommende Jahr weiter mit einem stärkeren Wachstum von 1,9 Prozent.

Griechenlands Zahlungsverpflichtungen 2015

  • Die Rückzahlungen 2015

    Die griechische Regierung muss in diesem Jahr noch rund 17 Milliarden Euro an Krediten und Zinsen zurückzahlen. Der größte Batzen entfällt dabei mit rund 8,1 Milliarden Euro auf den Internationalen Währungsfonds (IWF). Daneben stehen Zahlungen an die Europäische Zentralbank (EZB), private Gläubiger sowie die Partner aus der Eurozone aus. Ungeachtet der Verlängerung des Hilfsprogramms mit den Euro-Partnern ist bisher unklar, wie Finanzminister Yanis Varoufakis die Mittel aufbringen will. Vor allem im Juli und August stehen Rückzahlungen über mehrere Milliarden Euro an. Es folgt eine Auflistung darüber, was Griechenland in welchem Monat dieses Jahres zahlen muss.
    Rundungsdifferenzen möglich, Quelle: Eurobank Athen, eigene Berechnungen (Reuters)

  • März

    Rund 1,5 Milliarden an den IWF, 75 Millionen Zahlungen an andere - insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro.

  • April

    450 Millionen an IWF, 275 Millionen an Zinsen - insgesamt rund 0,7 Milliarden Euro.

  • Mai

    750 Millionen plus 196 Millionen an IWF, sowie 77 Millionen für bilaterale Kredite - insgesamt rund 1 Milliarden Euro.

  • Juni

    1,5 Milliarden an IWF plus 280 Milliarden an EZB und andere - insgesamt 1,7 Milliarden Euro.

  • Juli

    450 Millionen an IWF, 3,5 Milliarden an EZB, 700 Millionen an Zinsen für EZB - insgesamt rund 4,8 Milliarden Euro.

  • August

    Rund 170 Millionen an IWF, 3,2 Milliarden an EZB und andere Notenbanken, 190 Millionen an Zinsen - insgesamt rund 3,7 Milliarden Euro.

  • September

    1,5 Milliarden Euro an IWF.

  • Oktober

    450 Millionen an IWF, 200 Millionen an andere - insgesamt 0,65 Milliarden Euro.

  • November

    150 Millionen an IWF, 77 Millionen bilaterale Kredite - rund 0,23 Milliarden Euro

  • Dezember

    1,1 Milliarden Euro an IWF.

Die Krise in Griechenland schlägt inzwischen deutlich auf das Wachstum: Erwartet werden 2015 nur 0,5 Prozent, noch im Winter war von 2,5 Prozent die Rede gewesen. Auch beim Staatsdefizit sehen die Zahlen wesentlich schlechter aus als bisher. Es wird nun eine Neuverschuldung von 2,1 Prozent der Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr vorhergesagt. Im Februar hatten die EU-Währungshüter noch einen Überschluss von 1,1 Prozent angenommen.

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Die deutsche Wirtschaft profitiert von den günstigen Gegebenheiten. Sie soll im laufenden Jahr überdurchschnittlich um 1,9 Prozent zulegen, das sind 0,4 Punkte mehr als zunächst vorhergesagt. „Die europäische Wirtschaft erlebt das erfolgreichste Frühjahr seit mehreren Jahren“, sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici.

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