Konsumstudie: Deutsche geben 300 Euro für Weihnachtsgeschenke aus

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Konsumstudie: Deutsche geben 300 Euro für Weihnachtsgeschenke aus

Schuldenkrise und schwächere Konjunktur haben die Kauflaune der Deutschen gedrückt. Trotzdem darf sich der Handel auf ein gutes Geschäft freuen. Rund 300 Euro will jeder Deutsche für Geschenke ausgeben.

Die Vorzeichen für das Weihnachtsgeschäft sind nicht gänzlich ungetrübt, denn Schuldenkrise und schwächere Konjunktur haben die Kauflaune der Deutschen getrübt: Das GfK-Konsumklima für Dezember fiel um 0,2 auf 5,9 Punkte, das ist der erste Rückgang seit Juni. Dass die Einzelhändler deswegen nervös werden müssten, sieht die GfK aber nicht. Die Kaufneigung der Deutschen sei nach wie vor sehr hoch. "Die hohe Beschäftigung bändigt die Angst vor Jobverlust und fördert damit die Planungssicherheit gerade im Hinblick auf größere, werthaltige Anschaffungen", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Wegen niedriger Zinsen sei das Sparen zudem wenig attraktiv. "Stattdessen tendieren die Konsumenten eher dazu, ihre finanziellen Ressourcen in werthaltige Anschaffungen zu investieren, als es den Banken zu überlassen."

Renner unterm Baum bleiben die Gleichen

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285 Euro für Weihnachtsgeschenke will jeder über 14-Jährige in Deutschland in diesem Jahr durchschnittlich ausgeben. Insgesamt sind dies 14,9 Milliarden Euro und damit neun Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Marktforschungsinstitut GfK am Montag in Frankfurt mitteilte. Zudem werde viel Bargeld verschenkt - knapp ein Viertel der Deutschen will Bargeld oder Gutscheine unter den Weihnachtsbaum legen. Von den so verschenkten rund 3,4 Milliarden Euro dürfte ein Großteil nach dem Fest ebenfalls in die Kassen der Händler fließen. Zu den Dauerbrennern bei den Geschenken gehören laut GfK außerdem Bücher, Spielwaren und Kleidung, gefolgt von Kosmetikartikeln und Parfüm.

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„Während sich bei den Rennern unterm Weihnachtsbaum im Vergleich zum letzten Jahr wenig verändert hat, zeigen sich beim Einkaufsverhalten deutliche Unterschiede“, berichtete die GfK. Vor allem Kameras, Software und Haushaltsgeräte würden einer Studie zufolge vermehrt über das Internet bestellt. Der Online-Handel profitiert dementsprechend stark vom Weihnachtsgeschäft. In nahezu allen Produktbereichen steige die Zahl der Personen, die online einkaufen wollen. Spitzenreiter seien Abos und Veranstaltungs-Tickets, es folgen Software und Spielkonsolen. Der Online-Auftakt in den USA war vielversprechend verlaufen: vergangenen Freitag wurden dort erstmals binnen eines Tages mehr als eine Milliarde Dollar im Internet umgesetzt. Insgesamt blieben die US-Konsumenten angesichts der mauen Konjunktur zum Start des Weihnachtsgeschäfts allerdings zurückhaltender als im vergangenen Jahr, trotz etlicher Rabatt-Aktionen.

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