Krise nicht vorbei: IMK-Forscher erwarten nur schwache Konjunkturbelebung

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Krise nicht vorbei: IMK-Forscher erwarten nur schwache Konjunkturbelebung

Das gewerkschaftsnahe Institut IMK sieht keinen großen Aufschwung in Deutschland kommen. Dazu liege in Europa noch zu vieles im Argen.

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erwartet 2014 nur eine schwache Belebung der Konjunktur in Deutschland. Grund dafür sei die Schwäche vieler europäischer Handelspartner, sagte IMK-Direktor Gustav Horn am Montag in Berlin. Das Institut in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Die Prognose liegt damit unter der Vorhersage anderer großer Institute, die einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 bis 1,9 Prozent erwarten.
Weil die „überharte Sparpolitik“ derzeit etwas gelockert werde, finde der Euroraum insgesamt 2014 aus der mehrjährigen Rezession heraus. „Aber das reicht längst noch nicht, um die Krise abhaken zu können. Die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern lastet weiter massiv auf Europa“, sagte Horn.

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Es sei illusorisch zu glauben, dass die schwachen Länder allein mit Exporten ins außereuropäische Ausland die Krise überwinden könnten. Vielmehr sei es nötig, in Ländern mit Außenhandelsüberschüssen die Nachfrage zu stärken. „Auf diese Weise würde nicht nur die Konjunktur im jeweiligen Land unterstützt, sondern auch den Krisenländern bessere Chancen im innereuropäischen Handel eröffnet“, argumentierte der IMK-Chef.
Deutschland leide weiterhin unter einer Investitionsschwäche. Die Mehrausgaben von 23 Milliarden Euro bis 2017 für Infrastruktur, Bildung und Forschung seien viel zu gering, um einen nennenswerten Effekt zu erzielen. Die große Koalition bleibe bei diesem zentralen Problem eine Lösung schuldig.

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