Markit-Umfrage: Talfahrt der Euro-Wirtschaft verlangsamt sich

Markit-Umfrage: Talfahrt der Euro-Wirtschaft verlangsamt sich

, aktualisiert 23. November 2011, 12:35 Uhr
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Der Ausblick ist düster: Der Euro-Zone droht eine Rezession.

Quelle:Handelsblatt Online

Der wirtschaftliche Abwärtstrend in der Euro-Zone hat sich im November verlangsamt. Volkswirte rechnen aber trotzdem mit einer Rezession - das Schlimmste stehe noch bevor.

BerlinDie Talfahrt der Wirtschaft in der Euro-Zone hat sich im November verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft stieg um 0,7 auf 47,2 Punkte, teilte das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter rund 4500 Unternehmen mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen einen Rückgang auf 46,0 prophezeit. Trotz des Anstiegs blieb das Barometer aber den dritten Monat in Folge weit unter der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Eine Rezession lässt sich Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson zufolge deshalb kaum vermeiden: „Der Eurozone steht das Schlimmste noch bevor.“

Sein Institut rechnet damit, dass die Wirtschaft der Währungsunion im vierten Quartal um 0,6 Prozent schrumpfen wird. „Wie befürchtet, hat sich die Schwäche von der Peripherie zu den Kernländern ausgebreitet“, sagte Williamson. „Deutschland stagniert mittlerweile, und Frankreich schrumpft um etwa 0,5 Prozent.“

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Anlass zur Sorge gibt vor allem die Industrie. Deren Einkaufsmanagerindex fiel um 0,7 auf 46,4 Punkte - das ist der niedrigste Wert seit Juli 2009. Sinkende Aufträge deuten darauf hin, dass die Talsohle damit noch nicht erreicht ist. „Die Industriebetriebe meldeten die höchsten Verluste beim Neugeschäft seit Mai 2009, da die Binnen- und Exportnachfrage gleichermaßen rückläufig waren“, sagte Williamson. „Aus diesen Gründen wird es immer wahrscheinlicher, dass sich die Lage in den nächsten Monaten überall weiter verschlechtert.“

Das Barometer für den Dienstleistungssektor legte dagegen um 1,4 auf 47,8 Punkte zu. Aber auch hier deutet wenig auf eine grundlegende Besserung hin. „Wegen der Nachfrageflaute und der Staatsschuldenkrise in der Eurozone fielen die Geschäftsaussichten der Dienstleister binnen Jahresfrist so pessimistisch aus wie zuletzt im März 2009“, hieß es.

Angesichts der ungewissen Zukunft wurden erstmals seit anderthalb Jahren keine neuen Stellen mehr geschaffen: In beiden Sektoren kam der Jobaufbau zum Stillstand. 

Quelle:  Handelsblatt Online
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