Mittelstand: Konjunkturlage macht Betriebe skeptisch

Mittelstand: Konjunkturlage macht Betriebe skeptisch

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Die Investitionslust des Mittelstands erlahmt

Die unsichere Konjunkturlage lässt die Investitionslust im Mittelstand erlahmen. Das zeigt eine exklusive Unternehmer-Umfrage für die WirtschaftsWoche.

Ein wichtiger Pfeiler der deutschen Konjunktur beginnt zu wackeln: die Investitionen der Unternehmen. Der vom Münchener ifo Institut und dem Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen für die WirtschaftsWoche ermittelte Investitionsfrühindikator „lässt zum Jahresende hin auf eine erkennbare Wachstumsverlangsamung bei den Ausrüstungsinvestitionen einschließlich der sonstigen Anlagen schließen“, warnen die Experten. Im zweiten Quartal waren die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen bereits um 0,5 Prozent gegenüber der Vorperiode gesunken – nicht zuletzt deshalb, weil sich die Finanzierungskosten im Zuge der Finanzkrise deutlich nach oben bewegen.

mittelstand

Dieser ungünstige Trend könnte sich 2009 speziell im Mittelstand fortsetzen: Fast 40 Prozent der Unternehmen wollen angesichts der labilen Konjunkturlage fest geplante Investitionen nun noch einmal überdenken. Im kommenden Jahr will ein gutes Drittel der Betriebe weniger investieren als 2008, nur 22 Prozent planen, ihr Engagement heraufzuschrauben. Rund 46 Prozent der Unternehmen wollen die Investitionshöhe konstant halten.

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Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage des Verbands der Familienunternehmer (ASU) und des Verbands der Jungen Unternehmer (BJU) exklusiv für die WirtschaftsWoche. Die knapp 440 befragten Firmenchefs gaben darin auch über ihre Personalpläne Auskunft – und die fallen durchaus überraschend aus. Denn in den kommenden sechs Monaten wollen nur 15,5 Prozent der Firmen Stellen streichen. 55 Prozent warten erst mal ab, wie sich die Auftragslage weiter entwickelt. Offenbar sind viele Firmenlenker angesichts des Fachkräftemangels gewillt, mit ihrer Stammbelegschaft eine wirtschaftliche Durstrecke zu überstehen.

Politischer Handlungsbedarf besteht gleichwohl. „Es ziehen Gewitterwolken auf“, schwant es ASU-Präsident Patrick Adenauer. Er fordert daher von der Bundesregierung eine nachhaltige Entlastung der Wirtschaft: „Wenn wir ein nennenswertes Wirtschaftswachstum behalten und die Arbeitslosigkeit weiter reduzieren wollen, müssen die Reformen in Deutschland weitergehen. Die Politik muss handeln.“ Vor allem die Absenkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung sei jetzt geboten.

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