Nach den Krisenjahren: Deutschland setzt auf Deutschland

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Nach den Krisenjahren: Deutschland setzt auf Deutschland

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Die Weltwirtschaft ist in Bewegung: International schauen Unternehmen optimistischer in die Zukunft. Deutsche Unternehmen setzen vor allem auf ihren Heimatmarkt.

Während deutsche Unternehmen von einer schrumpfenden Konjunktur ausgehen, setzen sie auf ihren Heimatmarkt. Mit diesem Vertrauen liegen sie deutlich über dem Durchschnitt, zeigt eine Studie.

Die Welt schaut zögerlich nach vorn: Während die Euro-Krise noch in Südeuropa wütet und die USA vor einem hohen Schuldenberg stehen, geben sich kleine und mittelständische Unternehmen quer über den Globus immer zuversichtlicher, was die Weltkonjunktur angeht.  Das heißt jedoch nicht, dass die Weltwirtschaft über den Berg ist. Trotz wachsendem Optimismus gehen die 11.500 befragten Firmen für den Sage Business Index im Schnitt immer noch von einer eher rückläufigen globalen Konjunktur aus.

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Die deutschen Unternehmen teilen diese Ansicht und bewegen sich im Mittelfeld der Firmen, die der Softwareentwickler Sage für den Index in 17 Ländern untersucht hat. Deutlich über dem Durchschnitt liegen sie hinsichtlich ihrer nationalen Erwartungen. Während sie die weltweite Konjunktur eher skeptisch beäugen, setzen sie großes Vertrauen in die eigene Wirtschaft. Am zuversichtlichsten sind die Unternehmen aus Singapur mit ihrer Inlandswirtschaft, gefolgt von Polen, Kanada und der Schweiz.

Fasst man nationale und internationale Konjunktur zusammen, liegen deutsche Unternehmen bei der Bewertung ihrer weiteren Unternehmensentwicklung knapp unter dem Durchschnitt – allerdings deutlich vor den südeuropäischen Krisenstaaten Portugal  und Spanien, aber auch vor Frankreich, dessen Wirtschaft auch schon bessere Tage gesehen hat. Das Problem: Auch wenn Deutschland selbst in keiner Schuldenkrise steckt, betreibt die Bundesrepublik den Großteil ihres Außenhandels mit der Europäischen Union. Da die deutschen Firmen von der Konjunktur in den anderen EU-Staaten abhängen, zeigen sie sich angesichts der Euro-Krise skeptisch, was ihre Unternehmensaussichten betrifft.

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Um sich davon nicht runterziehen zu lassen, setzen  mit 27 Prozent die meisten der weltweit befragten Unternehmen darauf, Neukunden zu gewinnen. Das sehen sie auch mit 24 Prozent als ihre größte Herausforderung an.  Dabei wünschen sie sich Unterstützung von staatlicher Seite. 62 Prozent der deutschen Unternehmen, fordern etwa, dass die Regierung Bürokratie abbaut, damit sich die Wirtschaft freier entfalten kann.  Zu viel Bürokratie sei für ein Viertel der deutschen Unternehmen auch die größte Schwierigkeit beim Geschäftemachen, gefolgt von der Suche nach gut geschultem Personal (16 Prozent).

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Gerade Start-Ups und Kleinunternehmen fühlen sich quer über den Globus allein gelassen. Mehr als die Hälfte hat das Gefühl, dass sie für den Großteil ihrer Forderung selbst aufkommen müssen – entsprechend rufen sie auch nach staatlicher Unterstützung. In Deutschland  geben sogar zwei Drittel an, dass sich Banken zu wenig dafür engagieren, sie zu unterstützen. Der Staat solle deshalb Druck auf die Banken ausüben.

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