
WiesbadenIn Deutschland arbeiten die Menschen mehr und flexibler als vor 15 Jahren. Sie sind heute häufiger in der Nacht und an Wochenenden tätig als Mitte der 90er Jahre. Ein Viertel der Beschäftigten (24,5 Prozent) musste 2011 auch samstags arbeiten, 1996 waren es nur 18,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Auch der Anteil der Nachtarbeiter erhöhte sich in den 15 Jahren von 6,8 auf 9,6 Prozent, wie das Amt am Montag in seinem neuen Indikatorenbericht zur Qualität der Arbeit berichtete.
Im Durchschnitt arbeiteten Vollzeitbeschäftigte im vergangenen Jahr 40,7 Stunden pro Woche. Damit waren die Vollzeitbeschäftigten rund 40 Minuten pro Woche länger im Job als 1996. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten sank hingegen um eine auf 18,2 Stunden.
Der Wert der Deutschen liegt mit 40,7 Stunden leicht über dem Durchschnitt der EU-Länder von 40,4 Stunden. Am niedrigsten war die Arbeitszeit EU-weit in Dänemark mit 37,7 Stunden sowie in Irland und Norwegen mit jeweils 38,4 Stunden. Die höchste Wochenarbeitszeit gab es in Großbritannien mit 42,2 Stunden und in Österreich mit 41,8 Stunden.














