OECD-Bericht: Wirtschaft wächst 2013 nur ein halbes Prozent

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OECD-Bericht: Wirtschaft wächst 2013 nur ein halbes Prozent

Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft drastisch nach unten korrigiert. Wegen der Schuldenkrise sei 2013 nur mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozent zu rechnen.

Die Industriestaaten-Organisation OECD traut der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr nur ein halb so starkes Wachstum zu wie die Bundesregierung. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 0,5 Prozent zulegen. "Die Konjunktur kühlt sich wegen des schwächeren Welthandels spürbar ab", hieß es im Ausblick. Eine deutliche Belebung werde es erst 2014 geben. Dann soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 Prozent wachsen. Die Bundesregierung erwartet 2013 ein Plus von 1,0 Prozent, im zu Ende gehenden Jahr sollen es 0,8 Prozent sein.

Um den Jahreswechsel herum schrammt Deutschland nur haarscharf an einer Rezession vorbei. Im laufenden vierten Quartal werde das Bruttoinlandsprodukt mit 0,2 Prozent zum ersten Mal seit einem Jahr wieder schrumpfen. Anfang 2013 werde es dann eine Stagnation geben, ehe es im Jahresverlauf eine Rückkehr zu Wachstum geben werde, sagte Deutschland-Experte Andres Fuentes. Ökonomen sprechen bei zwei Minus-Quartalen in Folge von Rezession.

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OECD-Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung der Länder (in Klammern die Werte der Mai-Schätzung):

BIP 201220132014
Deutschland0,9 (1,2)0,6 (2,0)1,9
Frankreich0,2 (0,6)0,3 (1,2)1,3
Griechenland-6,3 (-5,3)-4,5 (-1,3)-1,3
Großbritannien-0,1 (0,5)0,9 (1,9)1,6
Italien -2,2 (-1,7)-1,0 (-0,4)0,6
Japan 1,6 (2,0)0,7 (1,5)0,8
Kanada 2,0 (2,2)1,8 (2,6)2,4
Portugal-3,1 (-3,2)-1,8 (-0,9)0,9
Spanien-1,3 (-1,6) -1,4 (-0,8) 0,5
USA 2,2 (2,4)2,0 (2,6)2,8
Euro-Zone-0,4 (-0,1) -0,1 (0,9)1,3
OECD Gesamt 1,4 (1,6) 1,4 (2,2) 2,3

Die größte Gefahr für Europas größte Volkswirtschaft gehe von der Schuldenkrise aus. "Die Krise im Euroraum stellt das Hauptrisiko bei diesem Ausblick dar", warnt die OECD. Dies gelte "trotz der jüngsten Maßnahmen, die den kurzfristigen Druck verringert haben". Der Währungsraum bleibe bis weit ins nächste Jahr in oder nahe der Rezession. Für 2013 sagt die OECD einen Rückgang der Wirtschaftskraft um 0,1 Prozent voraus, nach einem Schrumpfen in diesem Jahr von 0,4 Prozent. Erst 2014 werde es wieder ein Wachstum von 1,3 Prozent geben. Bis dahin dürften nach Einschätzung der OECD die Sparpakete noch bremsen. Der private Konsum werde aber dank besseren Vertrauens anziehen.

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