
Allerdings hat die Fed unlängst damit begonnen, für insgesamt 1750 Milliarden Dollar Staatsanleihen, Agency Bonds und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere anzukaufen. Da diese Papiere zum Teil Laufzeiten von mehr als zehn Jahren aufweisen, wird es lange dauern, bis die Liquidität von selbst wieder an die Zentralbank zurückfließt. Die Fed dürfte daher gezwungen sein, diese Papiere bei einer Konjunkturbelebung am Markt zu verkaufen. Das aber könnte die Kurse auf Talfahrt schicken, die Renditen nach oben treiben – und so den Aufschwung gefährden. Darüber hinaus muss die Fed mit Verlusten beim Verkauf der Papiere rechnen.
Weitere Alternativen für die Notenbanken
Passivtausch: Eine Alternative wäre daher, dass die Zentralbank eigene Schuldverschreibungen auflegt und an die Geschäftsbanken verkauft. Den neuen Verbindlichkeiten aus diesen Papieren stünden weniger Überschussreserven der Geschäftsbanken gegenüber, da diese zur Finanzierung des Kaufs verwendet werden. Da es sich bei den Papieren um Neuemissionen handelt, besteht keine Gefahr von Kursverlusten. Während die EZB rechtlich die Möglichkeit hat, eigene Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten zu emittieren, müssten in den USA die gesetzlichen Bedingungen dazu erst geschaffen werden. Eine Alternative wäre daher, dass die US-Regierung neue Anleihen auflegt und an die Banken verkauft. Die Erlöse müsste sie dann auf einem Konto bei der amerikanischen Notenbank parken. Das Problem dabei: Die Regierung könnte gegen die gesetzliche Schuldengrenze von derzeit 12,1 Billionen Dollar verstoßen.Höhere Mindestreserve: Die Zentralbanken könnten die Mindestreservepflicht der Geschäftsbanken anheben. Diese müssten dann einen Teil ihrer Überschussreserven als Mindestreserve halten – und könnten so weniger Kredite vergeben. Die niedrigen Zinsen auf Mindestreserven wirken jedoch wie eine Steuer und belasten die Banken.Zinsen auf die Überschussreserve: Die Notenbanken könnten den Geschäftsbanken auch hohe Zinsen auf Überschussreserven zahlen, damit sie diese bei der Zentralbank parken, statt damit neue Kredite zu vergeben. Das würde die Kredit- und Geldschöpfung bremsen. Allerdings handelt es sich dabei um eine Zinssubvention für die Geschäftsbanken – und die dürfte derzeit politisch kaum durchsetzbar sein.














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Alle Kommentare lesen04.06.2009, 22:32 UhrAnonymer Benutzer: Wolfhardt Krause
Zum Zustand der Volkswirtschaftslehre: Was bekommt der, der einen Kredit aufnimmt? "Geld" und Schulden. Geld ist im Überfluß vorhanden und so ist das Resultat eine Kreditklemme der Wirtschaft. das diese kein Geld mehr Kreditinstituten bekommen kann. Diese bekommen ihr Geld von den Zentralbanken, die den Markt mit Geld überschwemmen. Zu solcher "wissenschaftlichen Problemanalyse", wie jede Analyse darauf gerichtet Probleme zu lösen; zum Zustand einer solchen Wissenschaft fällt mir nur der Satz Werner Finks ein: "Mein Herr, man braucht nur das in klaren Worten wiederholen, was sie sagen; - schon hat man sie lächerlich gemacht.
04.06.2009, 13:27 UhrAnonymer Benutzer: Nebelkerze - Zentralbankbilanz
Klingt sehr technisch dieser Artikel, oder ? Man hat die Geldproduktion in die Sprache der buchhaltung übersetzt, um so der Masse der bevölkerung die eigentlichen Vorgänge zu verschleiern.
Man könnte auch sagen, die Fed hat bunte Papierschnipsel gedruckt und in Umlauf gebracht. Sie hat mit selbst angefertigtem Geld wertlose Wertpapiere gekauft. Das neue Geld sorgt für die Entwertung des vorhandenen Geldes. Als Privatperson kämen Sie dafür geradewegs in den Knast. ich bin sehr gespannt, ob irgendeine Zentralbank jemals Geld wieder "abpumpen" wird.
Das Volk sollte dem Staat das Geldmonopol entreißen und das Geld wieder dem freien Markt überlassen.
04.06.2009, 11:59 UhrAnonymer Benutzer: Klartexter
Letztlich wird es bei uns darauf hinaus laufen, dass sich die inflation für einige Jahre etwas erhöht (5-7%), aber die Steuern massiv erhöht werden, jedoch ohne Zeitbegrenzung!
Vor dem Hintergrund der umfänglichen Steuerverschwendung der letzten Monate für Konzerne, von denen vor allem die misswirtschaftenden Vermögenden (Aktionäre von banken & Co.) profitierten, aber der kleine Mann über Steuern aufkommen musste, ist eine weitere -allgemeine- Steuererhöhung allerdings durch nichts zu rechtfertigen.
Damit würde der kleine Mann gleich zweimal für ein Problem zahlen, das er nicht verursacht hat. Sinnvoll wäre allerdings eine Erhöhung der Steuern die Vermögende, als vormalig Profitierende, trifft.
Wenn man sieht welche Kosten die Vermögenden (nein nicht der kleine Häuslebauer und auch nicht der mittelständische Unternehmer) dem Staat derzeit verursachen, wäre eine deutliche Erbschaftssteuer mehr als sinnvoll und sozial gerecht. Hinzu kommt, dass es Eigentümer an Grundflächen gibt, die sich in Hunderten von Hektar bzw. sogar Quadrat-km bemessen. in Deutschland leben aber im Schnitt 250 Personen pro Quadrat-km, macht gerademal 4000 qm pro Person! ich denke alles was über diese 4000 qm hinausgeht, sollte deutlich mit Grund- und Erbschaftsteuern belegt werden. Je mehr darüber desto deutlicher und durchaus auch "verkaufsfördernd"! Wer dann sein Grundeigentum dennoch rettet, der wirtschaftet so gut, dass er sein Erbe auch verdient hat! Die anderen wirtschaften eben schlecht, aber leisten dafür einen beitrag zur Konsolidierung der Staatsfinanzen und Abschöpfen der in einigen bereichen überbordenden Liquidität.
Wer jetzt profitiert, indem er für sein Versagen den Steuerzahler bluten lässt, der muss eben morgen bluten, zumindest in Form erhöhter Steuern. Wer dies nicht einsehen möchte begibt sich und die Gesellschaft absichtlich in die Gefahr, dass es nicht nur beim finanziellen bluten bleibt.