Optimistische Prognose: DIW erwartet bessere Wirtschaftsleistung zum Jahresbeginn

ThemaKonjunktur

Optimistische Prognose: DIW erwartet bessere Wirtschaftsleistung zum Jahresbeginn

Im ersten Quartal 2013 wird die deutsche Wirtschaft wieder wachsen, schätzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Auch für die gesamte Euro-Zone sehen Experten einen Hoffnungsschimmer.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu Jahresbeginn wieder wachsen. Die Experten erwarten im ersten Quartal eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das DIW am Mittwoch in Berlin mitteilte. Im Schlussvierteljahr 2012 war die Wirtschaftsleistung nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes um 0,5 Prozent gesunken.

Konjunkturindikatoren

  • ZEW-Konjunkturerwartungen

    Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

  • ifo-Index

    Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten gut und schlecht.

  • Einkaufsmanagerindex

    Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

  • Geldmenge (M1)

    Umfasst den Bargeldumlauf und die Sichteineinlagen, wie zum Beispiel Sparbücher. Da die in M1 enthaltenen Bestandteile direkt für Transaktionen zur Verfügung stehen, deutet ein Anstieg darauf hin, dass die Kaufbereitschaft der Konsumenten und Unternehmen steigt. Der Indikator hat einen Vorlauf von zwei bis drei Quartalen.

     

  • Baltic Dry Index (BDI)

    Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

  • GfK-Konsumklimaindex

    Der Index des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK prognostiziert die Veränderung der monatlichen privaten Konsumausgaben. Hierfür werden 2000 repräsentativ ausgewählte Personen nach ihren Einkommens- und Konjunkturerwartungen befragt.  

     

"Durch die Beruhigung der Krise im Euroraum hat sich die Stimmung in den Unternehmen seit einigen Monaten spürbar verbessert“, stellte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner fest. Die positive Entwicklung rühre vor allem von einer Belebung der Geschäfte in den Schwellenländern her. Allerdings komme die Trendwende nur allmählich im produzierenden Gewerbe an. Sobald die Auslandsnachfrage wieder deutlich zulege, voraussichtlich im Frühjahr, würden die Unternehmen auch wieder kräftig investieren.

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Ifo-Index steigt weiter Kommt jetzt die Konjunkturwende?

Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste Frühindikator für die deutsche Konjunktur, ist im Januar zum dritten Mal in Folge gestiegen. Er legte überraschend deutlich von 102,4 auf 104,2 Punkte zu.

huGO-BildID: 29585518 ARCHIV - Container werden am 19.03.2012 auf dem Container Terminal Altenwerder (CTA) der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) im Hamburger Hafen umgeschlagen. Bankvolkswirte sehen Anzeichen für eine Konjunkturerholung in Deutschland und rechnen mit einem Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar. Foto: Christian Charisius/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Einen Hoffnungsschimmer gibt es auch insgesamt für die rezessionsgeplagte Euro-Zone: Das Geschäftsklima hat sich im Januar den dritten Monat in Folge aufgehellt. Das Barometer kletterte um 1,4 auf 89,2 Punkte, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Von den Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit 88,2 Zählern gerechnet.

Das separat ermittelte Barometer für die Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern kletterte ebenfalls zum dritten Mal in Folge, und zwar von minus 1,11 auf minus 1,09 Punkte. In allen Branchen erhielt das Lager der Optimisten Zulauf, ebenso bei den Verbrauchern. Auch der von der Gesellschaft für Konsumforschung ermittelte Konsumklimaindex für Deutschland zeigte zuletzt einen Aufwärtstrend: Die deutschen Verbraucher wollen 2013 wieder mehr Geld ausgeben.

Die Daten nähren die Hoffnung, dass die Euro-Zone den konjunkturellen Tiefpunkt erreicht hat. Im dritten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent geschrumpft. Im vierten Quartal wird ein noch stärkerer Rückgang erwartet. Die Daten werden Mitte Februar veröffentlicht.

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