Kommentare zu: Kommt Inflation oder Deflation?

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9 Kommentare
  • 27.06.2010, 14:02 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    „Dieser Prozess geht nun angesichts steigender beschäftigungszahlen seinem Ende entgegen“.
    Die Kernaussage dieses Artikels widerspricht sich. bis jetzt sehen wir erst einen ganz kleinen Teil der Finanzkrise. Auf die darauf einsetzende Wirtschaftskrise erkennen wir erst kleine Ansätze.

    Massenarbeitslosigkeit in den westlichen industriestaaten sind die Folge dieser Krisen. Die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in den USA liegen nicht bei erträumten 9%, sondern bei über 20%. Nur weil sich immer mehr Amerikaner mangels Erfolgsaussichten nicht mehr arbeitslos melden, sinkt nicht die Zahl der Arbeitssuchenden!

    in Europa nimmt Spanien mit über 20% Arbeitslosigkeit den Spitzenplatz ein. Gigantische Konjunkturstrohfeuerpakete der industriestaaten haben das Armageddon um ein paar Jahre hinausgeschoben. Jetzt sind die Staaten pleite.

    Ohne eine grundlegende Reform des Finanzsystems wird es immer weiter abwärts gehen. Ein Reset und eine Aufteilung in Geschäfts- und Zockerbanken wäre die Grundvoraussetzung für eine Erholung der Weltwirtschaft. Weitere Schritte müssen folgen. Z.b. Standards bei den Arbeits- und Umweltbedingungen. Entwickelte Kulturen können nicht mit Produktionsbedingungen durch Kinderarbeit und Umweltzerstörung konkurrieren.

  • 28.06.2010, 12:38 UhrAnonymer Benutzer: Hansdampf

    Der Professor scheint eine ganz entscheidende Sache völlig zu übersehen. FED, boE und nun auch EZb sind Großaufkäufer von Staatsanleihen geworden. Was soll also das Gerede vom "realen Marktzins"? Für die Staaten, speziell für die in prekärer Lage, wird der Marktzins immer unrelevanter. Und sobald dieser Geldmarktmechanismus ausgehebelt ist, funktionieren die alle alterwürdigen Formeln der Wirtschaftslehre nicht mehr.

  • 28.06.2010, 14:27 UhrAnonymer Benutzer: AntiUSA

    Meine Meinung ist immer noch, dass Konsum keine Wirtschaftsleistung ist.
    Und darum sehe ich einen Crash der US-Wirtschaft als unausweichlich an.

    Die USA waren nur so schlau, durch diverse blasen ausländisches Geld ins eigene Land zu bekommen.
    Den der Nasdaq und die immobilienblase haben der US-Wirtschaft insgesamt nicht geschadet, da per Saldo hauptsächlich Ausländer auf den Verlusten sitzen bleiben.
    Die Verlierer innerhalb der USA haben hingegen Nachbarn, die die Gewinner der blasen waren. Für die Verlierer kein Trost, für die US-Wirtschaft aber schon!

  • 28.06.2010, 17:52 UhrAnonymer Benutzer: Krisengewinner

    Die inflation kommt über die Spekulation auf steigende Rohstoffpreise. Die überbordende Liquidität wird nicht nur in Anleihen und Aktien, sondern auch in Rohstoffe investiert werden. Hierzu zählen u.a. auch Edelmetalle. Steigende Preise für Grundnahrungsmittel (u.a. für Weizen, Mais, Soja, Reis) und für industrierohstoffe (Öl, Metalle) führen automatisch zu höheren Preisen. im Sommer 2008 hatten wir genau diesen Fall. Das nennt man dann inflation. Oder?

  • 28.06.2010, 18:50 UhrAnonymer Benutzer: Rockefeller

    Gut, dass wir Herrn Feldstein haben. Er wieder super desinformiert. Nur "Hansdampf" hat's gemerkt. Wir, die die FED sowie alle anderen Zentralbanken kontrollieren, entscheiden wo es hin geht: Zins runter, inflation, oder Zins hoch, Deflation. Freier Markt ? Dieses Märchen haben wir für Abiturienten, bWLer und sonstige Amateurökonomen erfunden. Hahahahaha....

  • 28.06.2010, 22:06 UhrAnonymer Benutzer: Orakel

    Es hat sich seit Kostolany nichts geändert: "Prognosen sind schwierig! besonders dann, wenn sie die Zukunft betreffen. Und hinterher sind wir alle schlauer!" Diese Schlauwürste können heute genau erklären, warum sie die letzte Krise nicht haben kommen sehen.

  • 05.07.2010, 22:21 UhrAnonymer Benutzer: Fred Feuerstein-

    bei einem rigorosem Sparkus in der EU--werden FR + Dummland die übrige EU sehr schnell in eine Nachfrage-Krise stürzen.

    Stagflation.

    Dannach das übliche eben a bissel Päng Peng

    aber ist auch reinigend--wenn ein island Effekt eintreten würde + das Polit-Parsiten-Pack das weite suchen würde.

  • 08.07.2010, 17:04 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    @Fred Feuerstein: ich glaube nicht, dass die inlandsnachfrage für deutsche Konzerne so wichtig ist. Wichtiger ist der Export, und der wird auch ganz massiv unterstützt. Das hatten wir schon mal, es hieß "Merkantilismus" und führte zu zahlreichen blutigen Revolutionen im alten Europa.
    Da jedoch Rentner ungern auf barrikaden gehen, ist ein Umsturz kaum zu erwarten; stattdessen wird man weiter zunehmend den Export durch die inlandsbesteuerung und Subventionen fördern.

  • 20.11.2010, 17:56 UhrAnonymer Benutzer: Stinki

    Was für ein Artikel! Wieder einer derjenigen, der die Quadratur des Kreises erläutert. Menschenverstand scheint irgendwie anders zu funktionieren: wer sollte denn die vielen Waren kaufen, die zu einer inflation führen könnten? Der US-Verbraucher vielleicht? Der hat Schulden bis zur Halskrause und so gut wie kein Vermögen. Fallende Häuserpreise, restriktive Kreditvergabe, steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne - macht die Augen auf: das sind die Zutaten für eine lupenreine Deflation! Da kann die Fed noch so viele Anleihen kaufen, das Geld landet eben NiCHT bei den Verbrauchern, sondern fließt direkt in die Aktienmärkte oder in Derivate, ganz nach dem Motto: seht her, wie toll alles bei uns ist! im Moment geht es einzig um die Aufrechterhaltung der Märkte und des ach so "stabilen" Dollars. Von marktwirtschaflicher Preisbildung an den Aktienmärkten kann man über dem Teich schon lange nciht mehr reden.
    Das ist Augenwischerei und wird böse enden, wenn dieses potemkinsche Dorf ins sich zusammenfallen wird.

    Nur meine Meinung. Wir werden sehen.

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