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Produktivität: "Wir erleben eine ökonomische Machtverschiebung"

von Elke Pickartz

Europa fällt im Wettbewerb mit Asien zurück, sagt der Ökonom Bart van Ark. Es sollte sich neu ausrichten – und intelligenter investieren. Denn das Gewicht der Schwellenländer ist gewaltig gewachsen.

Bart van Ark Quelle: Pressefoto
Bart van Ark Quelle: Pressefoto

WirtschaftsWoche: Herr van Ark, der Euro ist zuletzt auf ein Vierjahrestief gefallen, die Währungsunion steckt in einer tiefen Krise. Schadet das der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas? 

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Van Ark: Da gibt es zwei Seiten: Einerseits stärkt die Euro-Schwäche die Wettbewerbsfähigkeit vorübergehend, weil Exporte ins außereuropäische Ausland billiger werden. Andererseits kann der schwächere Euro dazu führen, dass Unternehmen nötige Reformen verschieben – wie etwa Technologiewechsel oder Kostensenkungen. Ich denke, diese beiden Effekte neutralisieren sich gegenseitig.

Wären in der jetzigen Krise flexible Wechselkurse innerhalb Europas besser als der Euro?

Nein, flexible Wechselkurse würden uns nicht helfen. Noch mal: Die positiven und negativen Effekte einer Abwertung heben sich auf. Die Produktivität eines Landes ist unabhängig von seinem Währungsregime. Das heißt umgekehrt, dass der Euro keine großen Produktivitätsgewinne gebracht hat. Allerdings hat er geholfen, den Handel zwischen den Mitgliedsländern reibungsloser zu gestalten. Eine Rückkehr zu nationalen Währungen würde sich also indirekt negativ auswirken.

Wer wird 2010 Wachstumsweltmeister?

China. Das Land dürfte um 9,5 Prozent wachsen und sich in den kommenden Jahren bei etwa 7,5 Prozent einpendeln, nach zweistelligen Raten vor der Krise. Das Wachstum Chinas verlangsamt sich also etwas. Das ist gut für die Welt, denn dies korrigiert die globalen Handelsungleichgewichte.

Und die Euro-Zone...

...dürfte beim Wachstum in diesem Jahr die Schlusslicht-Region sein – wir gehen von weniger als einem Prozent Wachstum aus.

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7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 14.06.2010, 23:03 UhrAnonymer Benutzer: Singvogel

    Wie oben kommentiert wird es kommen. bRD wird in zunehmenden Maße Arbeitsplätze im unteren und mittleren Segment verlieren, die durch die sicher enorme Zuhnahme im oberen Segmet nicht kompensiert werden kann. Was dann ? Ausgleich des biP durch was ? China erzeugt jedes Jahr 450 TSD. Hochschulabsolventen und hier werden Studenten durch Semestergebühren noch belastet anstatt alles aus sich rauszuhohlen was geht. Woher sollen die Arbeitskräfte kommen, die fehlen werden hier ? Die Osteuropäer die ab 5/11 herkommen können werden zunehmend wieder zurückgehen und die die einst kamen werden bleiben wo sie sind. brutal aber wahr und vorhersehbar. Schon 1992 !!! war der ingenieurmangel erkennbar der heute ist aber wir kümmern uns um die belanglosen wirtschaftlich gesehen. Thilom hat schon recht was er sagt nur kann man das so nicht sagen. Von den 650 Kindern die jedes Jahr geboren weren gehen dann 200 TSD ins Ausland wenn sie so weit sind und das sind die besten.Dann haben wir 250 Tsd. auch gute und der Rest lebt von ALGii. Robert Reich wiedr erwähnt in der Presse hat als Arbeitsminister unetr Clinton, die auffällige Geburtenrate unter jungen farbigen Frauen " reguliert " so wie die Chinesen mit ihrer Einkindpolitik , nur unauffällig. Während hier Mann u. Frau die doch mehr verdienen als ALGii -Paare sich überlegen ob sie ein zweites Kind haben könnnen, verwirklichen Paare mit ALGii Hintergrund ihre Träume von der Großfamilie. Wenn man das nur erwähnt ist man ein Unmensch und viele Online Redaktion streichen das. Wir werden diese Demokartie verlieren wie wir sie kennen, es wird einfach nicht mehr bezahlbar sein, sieht man von den bürgschaften und späteren Haushaltsmittel für die EU ab. Wer ist in der Lage das offen zu benennen und anderst zu lösen als die Jobbig - Partei in Ungarn. Wen es so wäre, dass vieles nicht erkennbar gewesen wäre, könnte , man das alles tragen, aber es ist eben anderst.

  • 13.06.2010, 12:15 UhrAnonymer Benutzer: Frank

    Amerika war mal mit recht eine stolze Nation. Man hat um seine Freiheit gekämpft und die Sklaverei besiegt. in der “westlichen Welt“ gibt es soziale Errungenschaften, die sich keiner mehr wegnehmen lassen würde. Wir haben einen Lebensstandard, auf den wir stolz sein können. Wir stoßen an die Grenze von Wirtschaftswachstum. Wir haben ein Problem, wir bewerten alles mit Geld. Es geht tagtäglich um nichts anderes, wie machen wir aus Geld mehr Geld. Das wie ist uns egal. Die börsen zu manipulieren ist eine stolze Aufgabe derer, die den Hals nicht vollgenug bekommen. Ob da auf der anderen Seite des Erdballs Menschen verhungern, weil Lebensmittel auf dem Weltmarkt künstlich so teuer gemacht werden … was kümmert uns fremdes Elend. Das man die neue Sklaverei akzeptiert um selbst zu profitieren, … das ist Globalisierung! Wenn jemand kein Geld für Medikamente hat, dann muss er eben sterben. Wir werden vom Großkapital beherrscht, auf die die Politik keinen Einfluss mehr zu haben scheint, und/oder Politiker selbst profitieren. Die Gier macht uns zu barbaren! Wir sollten gemeinsam über eine neue Weltordnung nachdenken und imstande sein auch zu geben, keine unter Anleitung des Kapitals. Dann hätten wir die Chance eines friedlichen zusammenlebens.

  • 13.06.2010, 05:44 UhrAnonymer Benutzer: Frank

    @ shadow dancer
    “ Richtig, gegen die Konkurrenz aus Asien hilft nur technologischer Fortschritt und daher bildung! Um das was wir auf dem Weltmarkt teurer sind müssen wir auch besser sein, wenn wir unseren Wohlstand halten wollen. Mit den Hart iV-Kollegen kommen wir da gegen China & Co nicht an!“

    Die “Hartz iV-Kollegen“ an mangelnder bildung festzumachen halte ich nur bedingt richtig. Die anwachsende Arbeitslosigkeit entsteht dadurch, dass man die Arbeitsplätze im Zuge von Gewinn-Maximierung ins Ausland verlagert. Technologischer Fortschritt wird da gleich mitgenommen! Andere brauchen sich nicht um Forschung und Entwicklung zu kümmern, die bekommen das Neuste auf dem Tablett serviert! Was in Asien ein Patentschutz zählt wissen wir alle.
    Die Problematik, die wir heute in Europa haben (Länderzusammenfassung mit unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und daher inflation), wird uns auch weltweit ereilen. Gewinne kann man doch nur im Ausland machen, weil die bedingungen für Produktion andere sind. Umweltschutz ist dort kein Thema und die Masse an Arbeitswilligen läßt Lohndumping zu. Doch die Geschichte ist nicht zu ende gedacht. Die Schere (arm/reich) wird weltweit immer größer. Hier der nicht gebrauchte Arbeitslose, dort der Sklave (eine andere bezeichnung fällt mir dazu nicht ein!). Es wird immer mehr produziert, aber die Konsumenten werden immer weniger. Kriege um die Rohstoffresereven sind bereits im Gange und auch wir können Kriegsrecht damit legimieren! ich denke, wenn wir unsere Zukunft dem Kapital überlassen, dann haben wir defacto keine.

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