Prognose: Die Wirtschaft lahmt, Firmen streichen Jobs

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Prognose: Die Wirtschaft lahmt, Firmen streichen Jobs

Kein Absturz in die Rezession - aber auch kein schneller Aufschwung: In den Chefetagen der deutschen Wirtschaft wächst die Verunsicherung, mit Folgen für Investitionen und den Arbeitsmarkt.

Die Deutsche Bundesbank hat wenig Hoffnung auf eine rasche Konjunkturerholung in Deutschland. „Die Zuversicht, dass sich die Konjunktur kurzfristig beleben könnte, geht in immer mehr Bereichen der Wirtschaft verloren“, schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht. Bisher habe vor allem die exportorientierte Industrie unter dem langsameren globalen Wachstumstempo und den Krisen in Teilen des Euroraums gelitten: „Inzwischen ist aber unverkennbar, dass die Wirtschaft davon in der Breite in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.“

Ein ähnliches Bild von der Stimmung in der deutschen Wirtschaft zeichnet auch eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Demnach planen 28 Prozent der Unternehmen im kommenden Jahr einen Stellenabbau. Lediglich 20 Prozent wollen neue Arbeitsplätze schaffen, die übrigen erwarten eine stabile Personalzahl, wie das Institut berichtete. IW-Direktor Michael Hüther sprach von einer „sehr großen Verunsicherung“ angesichts der Staatsschuldenkrise in Europa. Dies verringere die Investitionsbereitschaft.

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Im dritten Quartal 2012 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preis-, saison- und kalenderbereinigt nur noch um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Im ersten Vierteljahr war die Wirtschaftsleistung noch um 0,5 Prozent gewachsen, im zweiten Quartal um 0,3 Prozent.

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Auch die Bundesbank spricht von einer „tiefsitzende Verunsicherung“, die dazu geführt habe, dass die Konjunktur bei den Investitionen bereits vor einem Jahr jeden Schwung verloren habe und mittlerweile eben auch der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt zum Stillstand gekommen sei. Nach den Industrieunternehmen hätten nun auch die weitgehend binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleister ihre Geschäftserwartungen beträchtlich heruntergestuft. Derzeit trotzen nur der Wohnungsbau und der private Konsum den spürbar dämpfenden Einflüssen.

Allerdings gäbe es auch eine gute Nachricht: Derzeit erwarten zwar viele Ökonomen, dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2012 stagnieren oder sogar schrumpfen könnte. Schon Anfang 2013 soll es aber wieder aufwärtsgehen. Anders als im Euroraum insgesamt droht in Deutschland derzeit keine Rezession.


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