Prognose für 2014: DIHK erwartet Rekord-Export

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Prognose für 2014: DIHK erwartet Rekord-Export

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Ein Containerschiff wird im Hamburger Hafen be- und entladen.

Deutschland wird nächstes Jahr voraussichtlich so viel exportieren wie nie zuvor. Der DIHK erwartet einen Zuwachs um mehr als vier Prozent. Jeder Dritte arbeite inzwischen für den Export.

Die deutsche Wirtschaft wird im kommenden Jahr nach einem Zeitungsbericht so viel exportieren wie nie zuvor. Wie die „Bild“-Zeitung (Freitagausgabe) berichtet, rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) für 2014 mit einem Exportumsatz von 1,45 Billionen Euro. Das wäre ein Plus von mehr als vier Prozent im Vergleich zu 2013. „Das sichert Jobs in Deutschland. Denn jeder Dritte arbeitet mittlerweile für den Export“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben dem Blatt.

Wachstumsprognosen für Deutschland 2014

  • EU-Herbstgutachten

    Die EU traut der deutschen Wirtschaft für das kommende Jahr ein eher schwaches Wirtschaftswachstum zu: Die heimische Konjunktur dürfte laut EU-Herbstgutachten 2013 um 0,5 Prozent anziehen, 2014 auf 1,7 Prozent beschleunigen und erreicht dann 2015 ein Wachstum von 1,9 Prozent.

  • Herbstgutachten der Bundesregierung

    Auch die Bundesregierung sagt Deutschland für 2014 einen Aufschwung voraus. Sie rechnet für das Bruttoinlandsprodukt mit einem Wachstumsplus von 0,4 Prozent und ist damit weniger optimistisch als die EU. Die Arbeitslosenzahlen fallen laut Gutachten positiv aus: Sie sollen im kommenden Jahr von 6,9 auf 6,8 Prozent sinken. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte damit um 235.000 zunehmen und klettert damit auf ein Rekordhoch von 41,8 Millionen Beschäftigten. Der private Konsum soll noch in diesem Jahr um 0,9 und 2014 dann um 1,4 Prozent zulegen.

  • Ifo-Institut

    Laut dem Münchener Ifo-Institut kann sich Deutschland als Wachstumsmotor im Euroraum bezeichnen. Es sagt Deutschland für 2014 die besten Konjunktur-Aussichten seit drei Jahren voraus und rechnet mit einer deutlichen Belebung. Das Barometer der Forscher für das vierte Quartal lag mit 114,7 Punkten erstmals seit Ende 2011 über seinem langfristigen Durchschnitt.

  • GfK

    Auch die Gesellschaft für Konsum prognostiziert Deutschland eine minimale Konjunktursteigerung von 0,4 Prozent auf 1,8 Prozent. Der Konsumklima-Index stieg zudem im Oktober um 0,1 Punkte auf jetzt 7,1 Zähler.

  • DIHK

    Die Deutsche Industrie- und Handelskammer rechnet für 2014 mit einem Zuwachs von rund 250.000 Arbeitsplätzen, also mit rund 115.000 mehr als die Bundesregierung. Vor allem der steigende privat Konsum schaffe Arbeitsplätze. Auch das Wirtschaftswachstum sieht die DIHK positiv: es soll im kommenden Jahr bei 1,7 Prozent liegen. Beim Außenhandelsumsatz wird ein Anstieg von über vier Prozent erwartet.

  • DIW

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sagt für das kommende Jahr einen klaren Aufwärtstrend voraus. Die Konjunktur werde 2014 um 1,6 Prozent zulegen und 2015 um zwei Prozent.

  • RWI

    Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Wachstumsprognose für 2014 nach unten korrigiert. Im kommenden Jahr werde nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent erwartet. Im September waren die Wirtschaftsforscher noch von einem Plus von 1,9 Prozent ausgegangen.

  • IWH

    Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle rechnet 2014 mit einem geringeren Wirtschaftswachstum in Deutschland als ursprünglich angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 1,8 Prozent zulegen. Im September waren die Experten noch von einem Wachstum von 2,0 Prozent ausgegangen.

Auch insgesamt beurteilen etwa die Präsidenten des Industrieverbandes BDI, des DIHK und des Handwerksverbandes ZDH die Aussichten für 2014 positiv. "Die Industrie ist gut aufgestellt. Die konjunkturelle Lage ist robust, die Weltwirtschaft setzt ihren Wachstumskurs fort", sagt Ulrich Grillo vom BDI. Handwerks-Präsident Otto Kentzler sieht seinen Sektor weiter als Konjunkturstütze: "Wir rechnen für 2014 mit leichtem Wachstum". Und DIHK-Kollege Eric Schweitzer erwartet, dass das kommende Jahr besser laufen wird als 2013. "Auch die Beschäftigung kann nochmals wachsen, wenn nicht Regulierung und Mindestlohn zu viele Spuren hinterlassen."

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Ingo Kramer, der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hatte zu Weihnachten gesagt, er teile die Einschätzung von Bundesregierung und Wirtschaftsforschern, dass die Konjunktur 2014 weiter anziehe. Die Prognosen lauten auf etwa plus 1,7 Prozent. „Dies setzt allerdings eine stabile Weltkonjunktur voraus, weil nur dann die deutschen Exporte wieder spürbar wachsen werden.“

Schweitzer beklagt unterdessen, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen seien durch die neue Bundesregierung nicht besser geworden. "Die Zukunftsthemen und öffentliche Investitionen kommen im Koalitionsvertrag zu kurz." Der Kurswechsel bei der Rente sei zudem schlimm. Hier werde die demografische Realität verkannt. Im Eiltempo hatten Union und SPD zuletzt bereits eine Beitragssenkung in der Rentenversicherung gestoppt, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer 2014 um etwa sechs Milliarden Euro entlastet hätte. Damit wollen sie die Rentenkasse zur Finanzierung ihrer Wahlversprechen wie eine höhere Mütterrente füllen.

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