Rekordtief: Deutscher Export bricht ein

ThemaKonjunktur

Rekordtief: Deutscher Export bricht ein

Bild vergrößern

Im Juni stiegen die Exporte noch an - jetzt verzeichnet die deutsche Wirtschaft einen Rekordeinbruch.

Der deutsche Export brach im August so stark ein wie seit 2009 nicht mehr. Statt eines erwarteten Minus von vier Prozent muss die Wirtschaft einen Exportrückgang von 5,8 Prozent verzeichnen.

Die Serie schlechter Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft geht weiter: Nach Industrieaufträgen und Produktion brachen im August auch die Exporte so kräftig ein wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr. Sie sanken um 5,8 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 4,0 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli noch ein Plus von 4,8 Prozent gegeben hatte. Die Importe fielen überraschend um 1,3 Prozent. "Diese Rückgänge waren auch durch die späte Lage der Sommerferien in vielen Bundesländern beeinflusst", erklärten die Statistiker.

Anzeige

Stefan Kipar von der Bayern LB nannte auch die Sanktionen gegen Russland als Grund für den Exporteinbruch. "Ernüchterung beim Außenhandel: Nach dem Rekordergebnis vom Juli geht es diesmal deutlich nach unten. Das ist sicher auch einen Ferientagseffekt zurückzuführen. Der erklärt aber nicht alles. Die Sanktionen gegen Russland greifen voll, das hinterlässt Spuren.

Außenhandel Deutsche Exporte steigen wieder

Nach einem Rückgang im Mai konnten die deutschen Export-Unternehmen im Juni ihre Geschäfte wieder steigern. Auch die Importe stiegen so stark wie seit Jahren nicht.

Im Juni stiegen die Exporte noch an - jetzt verzeichnet die deutsche Wirtschaft einen Rekordeinbruch. Quelle: dpa

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 84,1 Milliarden Euro ins Ausland und damit 1,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dagegen war im Juli zum ersten Mal in einem Monat die 100-Milliarden-Euro-Marke übertroffen worden. Während die Geschäfte mit den EU-Ländern um 2,0 Prozent anzogen, schrumpften die mit dem Rest der Welt um 4,7 Prozent im Vergleich zum August 2013. Der Überschuss in der Handelsbilanz - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - fiel auf 17,5 Milliarden Euro.

Die führenden Institute haben nach Reuters-Informationen in ihrem Herbstgutachten die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 1,9 auf 1,3 Prozent gesenkt. Für 2015 werden statt 2,0 nun 1,2 Prozent vorhergesagt. Das Gutachten für die Bundesregierung soll am Vormittag offiziell vorgestellt werden.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%