Rohstoff Gold: Volkswirte sehen Riesenpotenzial beim Goldpreis

Rohstoff Gold: Volkswirte sehen Riesenpotenzial beim Goldpreis

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Gold-Barren

von Mark Fehr

Die Förderung in den Goldminen läuft auf Hochtouren und Altgold-Besitzer werfen große Mengen des begehrten Metalls auf den Markt. Trotz des wachsenden Angebots wird der Goldpreis weiter steigen, sagt eine aktuelle Analyse von Rohstoffexperten.

Was für den Euro und die Währungsunion schlecht ist, ist gut für Gold-Anleger: Die Staatskrise in Griechenland hat den Goldpreis in den vergangenen Wochen auf ein Allzeithoch von 832 Euro je Feinunze schießen lassen.

Angelockt durch die Aussicht auf hohe Preise fördern die Goldminen größere Mengen des wertvollen Metalls und bieten Privatleute vermehrt Altgold feil. Das sättigt die gewaltige Goldnachfrage offenbar noch lange nicht. “Das Potenzial für den Goldpreis ist riesig“, heißt es daher in einer heute veröffentlichten Analyse der internationalen Bankengruppe Unicredit.

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Sollten Investoren auch nur ein Prozent ihrer weltweiten Bestände an Aktien und Staatsanleihen in Gold umschichten, käme dies einer zusätzlichen Nachfrage von 42.500 Tonnen gleich, rechnet das Geldinstitut vor. Dieser gewaltige Nachfrageschub entspreche den gesamten Goldreserven oder einer über 18 Jahre aufgehäuften Goldminenproduktion.

Kein Ende der Goldrally

Selbst der jüngste Übergang der US-Notenbank Federal Reserve zu einer restriktiveren Geldpolitik wird nach Einschätzung des UniCredit-Rohstoffexperten Jochen Hitzfeld die Goldrally nicht bremsen: „Wir sehen in der überraschenden Diskontsatzanhebung der Fed von 0,5 Prozent auf 0,75 Prozent keine echte Verschärfung der Geldpolitik.“ Mit einer Anhebung der US-Leitzinsen rechnet Hitzfelds Team frühestens für September 2010.

Die UniCredit prognostiziert deshalb für das laufende Jahr einen durchschnittlichen Goldpreis von 1.200 Dollar je Feinunze. Wegen der anhaltenden Finanzkrise und den nach wie vor niedrigen Leitzinsen der Zentralbanken treiben internationale Investoren die Goldnachfrage.

Dämpfend auf den Goldpreis wirken laut UniCredit allerdings das üppige Angebot an Altgold und die ausgeweitete Minenproduktion. Außerdem sorge der Internationale Währungsfonds (IWF) mit seinem angekündigten Verkauf von 191,2 Tonnen für zusätzliches Goldangebot.

Goldschmuck für viele zu teuer

Wer Goldschmuck haben will, muss sich auf ein teures Vergnügen gefasst machen. Viele potenzielle Besitzer kostbarer Preziosen haben das schon gemerkt und zügeln angesichts extrem hoher Goldpreise ihre Kauflust. Aktuell ist die Nachfrage der Investoren noch nicht stark genug, diesen Rückgang auszugleichen.

Doch die UniCredit Experten halten es für möglich, dass sich das schon bald ändert. Anleger müssten nämlich mittlerweile sogar die durch drohende Staatspleiten entstehenden Risiken in ihre Szenarien einbeziehen.

In diesem Jahr könnte die von Investoren ausgelöste Goldnachfrage deshalb erstmals seit vielen Jahren die Schmucknachfrage überholen, prognostiziert die Bankengruppe.

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