
Fast fünf Millionen Barrel sind nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ins Meer geströmt. Auch wenn das Bohrloch nun abgedichtet sein könnte, an den Ölmärkten werden die Folgen des Debakels erst jetzt richtig spürbar.
Auf die Ölkonzerne BP und Anadarko, deren gesunkene Plattform die Katastrophe verursachte, kommen Milliardenkosten zu. Andere Ölmultis, die neue Bohrungen vornehmen, werden zu mehr Sicherheit verdonnert werden – wenn sie überhaupt noch im großen Stil tief bohren dürfen. Die Vergabe neuer Bohrlizenzen wird jedenfalls nicht mehr so reibungslos und preisgünstig wie bisher ablaufen. All das deutet darauf hin, dass die Förderung von Öl in Zukunft teurer wird. Und das werden sich die Multis über höhere Ölpreise bezahlen lassen.
Volle Lager
Einen Vorgeschmack bekamen Anleger in der vergangenen Woche. Obwohl die Öllager in den USA gut gefüllt sind (normalerweise ein Zeichen für ein Überangebot und damit sinkende Preise), wurde Öl um 4,5 Prozent teurer. Dabei waren die Wirtschaftsdaten im großen Verbraucherland USA nicht berauschend. Was aber, wenn die Konjunktur auch in den Vereinigten Staaten halbwegs Tritt fasst? Dann kann der Preis für ein Fass Rohöl auf 100 Dollar steigen.













