Schuldenkrise: Arbeitslosigkeit im Euro-Raum auf Rekordhoch

Schuldenkrise: Arbeitslosigkeit im Euro-Raum auf Rekordhoch

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Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone ist auf ein Rekordhoch gestiegen. 11 Prozent waren im April ohne Job.

Die Schuldenkrise treibt die Arbeitslosigkeit im Euro-Raum auf einen Rekord. Im April waren 17,4 Millionen Menschen in den 17 Ländern ohne Job, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte.

Niemals zuvor waren so viele Menschen in den Euro-Staaten arbeitslos. Insgesamt 17,4 Millionen Menschen hatten in den 17 Ländern mit der gemeinsamen Währung im April keinen Job, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 11 Prozent; dies ist der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung für die Währungsunion 1995.

Zugleich korrigierten die Statistiker die Zahlen für den März: Die berichtigte Arbeitslosenquote für diesen Monat liegt bei 11 Prozent statt 10,9 Prozent wie ursprünglich gemeldet und damit auf gleichem Niveau wie im April. Die Gesamtzahl der Menschen ohne Job in der Eurozone ist allerdings um 110.000 gestiegen.

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Deutschland steht mit einer Quote von 5,4 Prozent Arbeitslosigkeit gut da im europäischen Vergleich. Nur in Österreich, Luxemburg und den Niederlanden ist ein noch geringerer Anteil ohne Beschäftigung.

Am düstersten ist die Lage in Spanien, das mitten in der Rezession steckt und gegen den Schuldenberg kämpft: Dort schnellte die Arbeitslosenquote auf 24,3 Prozent. In Griechenland, das bereits am Tropf internationaler Geldgeber hängt, lag sie zuletzt bei knapp 22 Prozent. In Italien kletterte die Quote auf 10,2 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit 2004.

Die Industrie in der Euro-Zone schlittert immer tiefer in die Krise. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor sackte im Mai auf den tiefsten Stand seit Mitte 2009. Im ersten Quartal rettete ein starkes Wachstum der deutschen Wirtschaft dem gesamten Euro-Raum noch eine Stagnation. Für 2012 sagt die EU-Kommission den 17 Euro-Ländern jedoch einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 0,3 Prozent voraus.

Mit Material von Reuters und dpa

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