Deutschland erzielt Rekordüberschuss von 18 Milliarden Euro

Staatseinnahmen: Deutschland erzielt Rekordüberschuss von 18 Milliarden Euro

Dank sprudelnder Steuereinnahmen hat der deutsche Staatshaushalt im ersten Halbjahr einen kräftigen Überschuss ausgewiesen. Es ist das größte Plus seit der Wiedervereinigung.

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Deutscher Staat erzielt Rekordüberschuss.

Das kräftige Wirtschaftswachstum und die historisch günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt haben dem deutschen Staat im ersten Halbjahr 2017 einen Rekordüberschuss beschert. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich 18,3 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag anhand vorläufiger Daten mit.

Damit erzielten die öffentlichen Kassen das höchste Plus aus eigener Kraft seit der Wiedervereinigung. Höher war der Überschuss nur im zweiten Halbjahr des Jahres 2000 mit gut 28,8 Milliarden Euro. Seinerzeit brachte die Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen dem Staat Sondereinnahmen.

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Sprudelnde Steuern und Sozialbeiträge sorgten von Januar bis einschließlich Juni des laufenden Jahres für gut gefüllte Staatskassen. Und die deutsche Wirtschaft bleibt nach Einschätzung von Volkswirten auf Wachstumskurs - angetrieben von der Konsumlust vieler Verbraucher und steigenden Investitionen vieler Unternehmen.

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Abgaben: Der Staat zaubert Wahlgeschenke, anstatt steuerlich zu entlasten. Quelle: imago

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent. Die Wiesbadener Statistiker bestätigten damit ihre Mitte August veröffentlichte erste Schätzung. Zum Jahresanfang hatte die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,7 Prozent zugelegt.

Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag der Überschuss im ersten Halbjahr nach Berechnungen des Bundesamtes bei 1,1 Prozent. Europas größte Volkswirtschaft ist damit weiterhin weit entfernt von der Schuldenobergrenze, die sich die Europäer in ihren gemeinsamen Verträgen zugestehen (Maastricht). Erlaubt ist demnach höchstens ein Defizit von 3,0 Prozent der nominalen Wirtschaftsleistung.

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