Stabile Lebensmittelpreise: Inflation in Deutschland bleibt minimal

Stabile Lebensmittelpreise: Inflation in Deutschland bleibt minimal

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Im Mai war die Inflation minimal.

Waren und Dienstleistungen haben im Mai im Schnitt nur 0,1 Prozent mehr gekostet als im Jahr zuvor. Die Inflation bleibt unter anderem wegen stabiler Lebensmittelpreise nahezu unverändert.

Die Inflation in Deutschland bleibt wegen billigerer Energie und stabiler Lebensmittelpreise minimal. Waren und Dienstleistungen kosteten im Mai durchschnittlich 0,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, bestätigte das Statistische Bundesamt am Freitag eine frühere Schätzung. Im April waren die Verbraucherpreise sogar um 0,1 Prozent gefallen. Die Teuerungsrate verharrt damit weit unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die erst bei Werten von knapp zwei Prozent von stabilen Preisen spricht.

"Dämpfend auf die Gesamtteuerung wirkte wie bereits in den Vormonaten die Preisentwicklung von Energie", erklärten die Statistiker. "Der Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich jedoch den dritten Monat in Folge leicht abgeschwächt." Leichtes Heizöl kostete diesmal ein Viertel weniger, während sich Kraftstoffe wie Benzin um 12,0 Prozent verbilligten.

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Die Preise für Nahrungsmittel stagnierten, nachdem sie in den Vormonaten noch gestiegen waren. Für Obst wurde 1,8 Prozent und für Gemüse 2,8 Prozent mehr verlangt. "Deutlich billiger wurden hingegen Molkereiprodukte", gab das Bundesamt bekannt. Quark verbilligte sich beispielsweise um 13,1 Prozent, H-Milch um 9,4 Prozent sowie Butter um 15,2 Prozent.

Geldpolitik der EZB: Entlastungen durch Niedrigzinsen

  • Kredite

    Verbraucher sparen bei Darlehen, ob für den neuen Fernseher oder für die eigenen vier Wände. Hausbauer können sich zu historisch günstigen Konditionen Geld leihen. Nach Angaben des Bankenverbandes BdB sind Hypothekendarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung derzeit zu Effektivzinsen von durchschnittlich etwa 1,4 Prozent zu haben. 2007 lagen sie noch bei mehr als fünf Prozent.

  • Dispozinsen

    Billiger ist es auch geworden, das eigene Konto zu überziehen. Vor fünf Jahren lagen die Dispozinsen nach Angaben der Finanzberatung FMH im Schnitt noch bei 11,26 Prozent. Mittlerweile sind es demnach durchschnittlich 9,51 Prozent.

  • Aktionäre

    Seit Jahren ist günstiges Notenbankgeld der zentrale Treibstoff für die Börsen. Aktionäre können von steigenden Kursen profitieren. Zuletzt wagten sich die eher börsenscheuen Deutschen wieder stärker an den Aktienmarkt. Knapp 9,01 Millionen Menschen besaßen nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts im vergangenen Jahr Aktien und/oder Anteile an Aktienfonds - das ist der höchste Stand seit 2012.

  • Der Staat

    Mit der Ausgabe von Anleihen finanziert die öffentliche Hand - neben Steuereinkünften - einen Großteil ihrer Ausgaben. Am Montag fiel die sogenannte Umlaufrendite, die ein durchschnittliches Maß für die „Verzinsung“ von Staatspapieren mit einer Laufzeit von drei bis 30 Jahren ist, in Deutschland erstmals seit der Gründung der Bundesrepublik in den negativen Bereich. Der Bund „verdient“ in einer solchen Situation somit an seiner eigenen Schuldenaufnahme, anstatt den Gläubigern - den Käufern der Anleihen - einen Zins zu zahlen.

    Stand: 7. Juni 2016

Der zuletzt gestiegene Ölpreis dürfte sich Experten zufolge in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machen, so dass um den Jahreswechsel herum Inflationsraten um die zwei Prozent zu erwarten seien. Die EZB will in der Euro-Zone eine Deflation - einen Preisverfall auf breiter Front mit negativen Folgen für die Wirtschaft - unbedingt vermeiden. Mit einem Bündel von Maßnahmen versucht sie, die Kreditvergabe in Schwung zu bringen. So setzte sie im März ihren Leitzins auf null. Das billige Geld soll die Nachfrage stimulieren und die Preise anschieben.

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