Städteranking 2013: Die teuersten Pflaster Deutschlands

Städteranking 2013: Die teuersten Pflaster Deutschlands

von Konrad Handschuch

In Wolfsburg sind die Mieten in den  vergangenen fünf Jahren um 37,7 Prozent gestiegen. Auch in München oder Hamburg sind Eigentumswohnungen kaum mehr bezahlbar. Wo wohnen zum Luxus geworden ist und in welchen Städten man sich eine Immobilien noch leisten kann.

Licht und Schatten kennzeichnen den deutschen Immobilienmarkt. Während in wirtschaftlich starken Regionen die Mieten und Preise für Eigentumswohnungen stark steigen, rühren sie sich anderswo kaum vom Fleck. Wo die Immobilienmärkte brummen und wo nicht, wo die Menschen gerne hinziehen, wo man sich Eigentumswohnungen noch leisten kann und wo die Immobilienpreise schon Preisblasen werfen, das alles zeigt der aktuelle Städtetest der WirtschaftsWoche, durchgeführt in Kooperation mit Immobilienscout24 und IW Consult. Im Fokus: Miet- und Eigentumswohnungen in allen 71 deutschen kreisfreien Großstädte mit mehr als 100000 Einwohnern.

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Was unterscheidet Wuppertal und Wolfsburg? In der niedersächsischen Autostadt sind die Mieten in den  vergangenen fünf Jahren um 37,7 Prozent gestiegen, in der nordrhein-westfälischen Schwebebahn-Metropole dagegen legten sie im gleichen Zeitraum nur um 1,9 Prozent zu. Wolfsburg liegt damit bei der Mietpreisentwicklung auf Platz eins, Wuppertal auf Platz 71. Dass sich die Mieten und Immobilienpreise so unterschiedlich entwickeln, das wundert Marc Stilke, COE von Immobilienscout24, nicht: „Immobilienmärkte sind Abbild der wirtschaftlichen Stärke und positiv empfundener Lebensqualität vor Ort“, erklärte Stilke anlässlich der Präsentation des aktuellen Städtetests.

Dass die Mieten in Wolfsburg so stark steigen, hat vor allem einen Grund: Volkswagen. 57000 Menschen arbeiten bei Europas größtem Autobauer - und längst nicht alle finden eine Wohnung in der Stadt. Keine Stadt in Deutschland hat so viele Pendler wie Wolfsburg: Auf zwei Beschäftigte, die hier wohnen, kommt ein Dritter, der täglich zur Arbeit anreist. Und die meisten machen dies nicht freiwillig, wie ein Blick in die einschlägigen Statistiken von Deutschlands größtem Internet-Makler.

In keiner anderen deutschen Stadt ist der Mietwohnungsmarkt so angespannt wie ausgerechnet hier im automobilen Hotspot inmitten der großen Ödnis zwischen Hannover und Berlin. Nach den Daten von Immobilienscout24 kommen auf eine angebotene Mietwohnung 10,2Wohnungsgesuche. Auch das ist bundesweit Spitze. In München, der vermeintlichen Wohnungsnot-Hauptstadt mit Herz, kommen auf ein Wohnungsangebot 8,2 angebotene Wohnungen. Das reicht für Platz zwei vor Hamburg mit 7,7 Gesuchen pro Wohnungsangebot. Leipzig, Bremerhaven und Chemnitz liegen finden sich dagegen im Tabellenkeller wieder – auf den Plätzen 69 bis 71. In Leipzig und Bremerhaven gibt es bei Immobilienscout24 je 0,7 Gesuche pro Angebot, in Bremerhaven sind es sogar nur 0,5.

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