Statistische Bundesamt: Löhne in Deutschland steigen doppelt so stark wie in Frankreich

Statistische Bundesamt: Löhne in Deutschland steigen doppelt so stark wie in Frankreich

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Laut Statistischem Bundesamt sind die Löhne in Deutschland doppelt so stark gestiegen wie in Frankreich.

Die tariflichen Monatsverdienste sind in Deutschland 2014 mehr als doppelt so stark gestiegen wie in Frankreich. In beiden Ländern nahm die Kaufkraft zu.

Die Löhne in Deutschland sind 2014 mehr als doppelt so stark gestiegen wie in Frankreich. In der deutschen Privatwirtschaft kletterten die tariflichen Monatsverdienste um durchschnittlich 2,9 Prozent, während es im Nachbarland nur 1,4 Prozent waren, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Es hat die regelmäßig gezahlten tariflichen Grundvergütungen ohne Sonderzahlungen verglichen. Die Löhne legten jeweils deutlich stärker zu als die Preise, so dass die Kaufkraft hier wie dort zunahm: In Deutschland lag die Inflationsrate bei 0,8 Prozent, in Frankreich bei 0,6 Prozent.

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Faktoren für eine Gehaltserhöhung

  • Zur Studie

    Robert Half hat eine aktuelle Arbeitsmarktstudie durchgeführt, in der 200 HR-Manager in Deutschland gefragt wurden, welche Faktoren am ehesten ausschlaggebend für eine Gehaltserhöhung sind. Die Befragten hatten maximal drei Antwortmöglichkeiten.

  • keine besonderen Anforderungen bzw. keine Meinung

    3 % der befragten HR-Manager gaben an, keine besonderen Anforderungen für eine Gehaltserhöhung zu stellen. Bei Unternehmen von 1000 Mitarbeitern oder mehr waren es sogar 6 %, die keine Meinung äußerten.

  • Motivation des Kandidaten

    Die Motivation des Kandidaten ist für 13 % der Befragten ein ausschlaggebender Faktor, einem Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung anzubieten.

  • Wettbewerber

    Für 16 % der HR-Manager kommt das Angebot einer Gehaltserhöhung in Frage, wenn das Risiko besteht, den Mitarbeiter an einem Wettbewerber zu verlieren, der ein Alternativangebot macht.

  • Innovationsfähigkeit

    Die Innovationsfähigkeit des Arbeitnehmers ist für 16 % der HR-Manager ein Faktor, eine Gehaltserhöhung in Erwägung zu ziehen.

  • Unternehmenstreue & Beschäftigungsdauer

    Für mehr als ein Fünftel, rund 28 % der HR-Manager, spielt die Treue zum Unternehmen, beziehungsweise die Beschäftigungsdauer eine große Rolle, wenn es um eine Gehaltserhöhung geht.

  • letzte Lohnerhöhung

    Genauso viele Manager nehmen den Zeitraum seit der letzten Lohnerhöhung als Anhaltspunkt dafür, wann die nächste anstehen könnte. In kleinen Unternehmen von 50-499 Beschäftigten kommt diese Methode besonders häufig zum Einsatz. 32 % der Befragten gaben diesen Faktor als entscheidend an.

  • Lernbereitschaft & Fortschritt

    Bei hoher Lernbereitschaft und einem beobachtbaren Fortschritt des Mitarbeiters sind Personaler noch eher gewillt, sein Gehalt zu erhöhen. 33 % gaben diesen Faktor an.

  • Aufgaben außerhalb des Aufgabenbereichs

    34 % der Befragten rechnen es ihren Mitarbeitern hoch an, wenn diese Aufgaben übernehmen, die außerhalb ihres eigentlichen Verantwortungsbereichs liegen. In kleinen Unternehmen schätzen dies nur 28 % als bedeutenden Faktor ein.

  • Professionalität, Zusammenarbeit, Teamarbeit

    Auf Platz zwei der wichtigsten Faktoren für eine Gehaltserhöhung landen Professionalität, Zusammenarbeit und die Fähigkeit zur Arbeit im Team.

  • Technische Kompetenzen & messbare Ergebnisse

    Ein ungeschlagener Faktor, der bei der Entscheidung zu einer Gehaltserhöhung - laut der Umfrage - unter HR-Managern am meisten Relevanz hat, ist die technische Kompetenz bzw. die Messbarkeit der Ergebnisse von Mitarbeitern. In Großunternehmen gaben rund 48 % der HR-Manager dieses Kriterium als an.

Obwohl die Verdienste in Deutschland damit das dritte Jahr in Folge stärker anzogen, sind die Arbeitskosten in Frankreich noch immer deutlich höher. Hierzulande liegen sie in der Privatwirtschaft bei 31,80 Euro je Stunde, in Frankreich bei 35,20 Euro. "Vor allem die Lohnnebenkosten sind in Frankreich wesentlich höher", erläuterten das Statistische Bundesamt. 2014 zahlten die hiesigen Arbeitgeber auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 28 Euro, in Frankreich dagegen 47 Euro Lohnnebenkosten.

Grund für die stärker steigenden Löhne ist die gute Konjunktur in Deutschland. 2014 wuchs das Bruttoinlandsprodukt mit 1,6 Prozent viermal so stark wie das des Nachbarlandes. In der Bundesrepublik haben so viele Menschen einen Job wie noch nie. Das stärkt die Position der Arbeitnehmer in den Tarifverhandlungen, da viele Unternehmen händeringend nach Mitarbeitern suchen. Frankreich hingegen leidet unter einer Rekordarbeitslosigkeit.

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