Steuern: Öffentliche Schulden 2015 leicht gesunken

Steuern: Öffentliche Schulden 2015 leicht gesunken

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Schulden: Öffentliche Schulden 2015 leicht gesunken

Die Steuerquellen sprudeln in Deutschland. Da kann der Staat auch mal Schulden abtragen. Der Bund hat dies im vergangenen Jahr deutlich gemacht, die Länder weniger. Und bei den Kommunen schaut es noch mal anders aus.

Die gute Konjunktur und die hohen Steuereinnahmen haben im vergangenen Jahr die öffentlichen Schulden in Deutschland leicht gedrückt. Bund, Länder und Gemeinden sowie Sozialversicherung standen Ende 2015 mit 2,022 Billionen Euro in der Kreide. Das war exakt ein Prozent (21,4 Milliarden Euro) weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Die endgültigen Zahlen umfassen alle Kern- und Extrahaushalte wie etwa für Verkehr oder Energieversorgung. Erstmals mussten wegen europäischer Vorgaben die an Holdinggesellschaften übertragenen Schulden des Staates einbezogen werden.

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Beim Bund verringerten sich die Schulden um 1,9 Prozent (24,9 Milliarden) auf 1,265 Billionen Euro. Die Bundesländer waren Ende 2015 mit 612,9 Milliarden Euro verschuldet - ein minimaler Rückgang von 0,2 Prozent. Die Verbindlichkeiten der Gemeinden und Gemeindeverbände stiegen dagegen um 3,4 Prozent auf 144,2 Milliarden Euro. Bei der Sozialversicherung gingen die Schulden um 12,9 Prozent auf 489 Millionen Euro zurück.

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Unter den Ländern gibt es erhebliche Unterschiede. Den prozentual höchsten Rückgang bei den Schulden verzeichnete Sachsen (minus 27,0 Prozent) vor Bayern (minus 10,0 Prozent). Am stärksten gestiegen sind dagegen die Schulden in Niedersachsen (6,4 Prozent) sowie in Bremen (5,5 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Holdinggesellschaften hätte in Niedersachsen der Anstieg nur 1,5 Prozent betragen.

Der Stadtstaat Bremen hat derzeit mit 32.700 Euro pro Einwohner die mit großem Abstand höchste Pro-Kopf-Verschuldung. Dahinter folgen das Saarland (18.000) und Berlin (16.800). Am geringsten ist die Pro-Kopf-Verschuldung in Sachsen (1600), Bayern (2800) und Baden-Württemberg (5700). Bei den Kommunen meldeten die baden-württembergischen Kommunen (plus 18,9 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (plus 5,9 Prozent) die höchsten Schuldenzuwächse. Ohne Berücksichtigung der Holdinggesellschaften hätte der Anstieg in Baden-Württemberg nur 3,1 Prozent und in NRW 3,6 Prozent betragen. Die Gemeinden in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bauten dagegen Schulden ab.

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