Trotz Konjunkturabkühlung: Steuereinnahmen steigen deutlich

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Trotz Konjunkturabkühlung: Steuereinnahmen steigen deutlich

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Der Aufschwung bei den Steuereinnahmen von Bund und Ländern geht trotz der Konjunkturabkühlung weiter. Im Juli verzeichnete der Fiskus mit rund 43,1 Milliarden Euro um 8,6 Prozent höhere Einkünfte als vor einem Jahr.

Die Steuereinnahmen des Staates haben trotz eines zuletzt gebremsten Wirtschaftswachstums erneut kräftig zugelegt. Das Wachstum droht sich aber weiter abzuschwächen.

Die Steuereinnahmen des Staates haben trotz eines zuletzt gebremsten Wirtschaftswachstums erneut kräftig zugelegt. Im Juli nahmen Bund und Länder 8,6 Prozent mehr Steuern ein als im Vorjahresmonat. Dies geht aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor.

In den ersten sieben Monaten 2012 zahlten die Bürger und Unternehmen insgesamt fünf Prozent mehr Steuern als im Vorjahreszeitraum - auf inzwischen rund 311,4 Milliarden Euro. Damit liegt der Zuwachs noch immer leicht über der Erwartung für das Gesamtjahr. Steuerschätzer schätzen den Zuwachs bisher auf vier Prozent.

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Zu dem Plus ohne reine Gemeindesteuern trugen vor allem die Lohnsteuereinnahmen bei, die vom Beschäftigungs- sowie dem Einkommenszuwachs profitieren. Dies wird nach Einschätzung des Finanzministeriums voraussichtlich auch im weiteren Jahresverlauf das Aufkommen begünstigen.

Die nächste Steuerschätzung erfolgt im November - vor Verabschiedung des Bundeshaushalts 2013. Im zweiten Quartal des Jahres hatte das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft etwas nachgelassen. Nach ersten Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres um 0,3 Prozent. Im ersten Vierteljahr wurde noch ein Plus von 0,5 Prozent verzeichnet.

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Wirtschaftswachstum droht weiter abzuschwächen

Die Steuereinnahmen laufen der Konjunkturentwicklung in der Regel mindestens ein Jahr hinterher. Nachdem die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal noch um 0,5 Prozent gewachsen war, legte sie im zweiten Vierteljahr noch um 0,3 Prozent zu.

Dem Ministerium zufolge droht sich das Wirtschaftswachstum weiter abzuschwächen: „Das Gesamtbild der Konjunkturindikatoren deutet darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf in ruhigeres Fahrwasser geraten könnte.“ Die Exporte dürften angesichts der Rezession in einigen Euro-Ländern nicht mehr so dynamisch zulegen, erwartet das Finanzministerium.

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Impulse dürften dagegen vom Konsum ausgehen. „Vor dem Hintergrund eines anhaltenden Beschäftigungsaufbaus und steigender Löhne, die sich auch in einer dynamischen Entwicklung des Lohnsteueraufkommens widerspiegeln, scheinen die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der positiven Konsumentwicklung gegeben“, hieß es.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei „noch als günstig“ einzustufen: „Dennoch gibt es Anzeichen einer verhalteneren Entwicklung.“ Der deutliche Zuwachs bei den Steuereinnahmen wurde dem neuen Monatsbericht des Ministeriums zufolge vor allem von der Lohnsteuer getragen, die 13,5 Milliarden Euro in die Kassen spülte und damit 8,2 Prozent mehr als im Juli 2011.

Die Einnahmen aus den Steuern vom Umsatz legten um 1,6 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro zu. Beide Steuern reflektieren die hohe Beschäftigung und die gute Lage beim privaten Konsum.

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