US-Notenbank drosselt Anleihekäufe: Warum die Konjunktur weiter am Tropf der Zentralbank hängt

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KommentarUS-Notenbank drosselt Anleihekäufe: Warum die Konjunktur weiter am Tropf der Zentralbank hängt

von Angela Hennersdorf

Die US-Notenbank drosselt ihr Anleihekaufprogramm um zehn Milliarden Dollar. Ein echter Kurswechsel ist das nicht, sondern eine Beruhigungspille für die Märkte kurz vor dem Jahreswechsel. Die expansive Geldpolitik der Fed wird noch bis 2015 weitergehen.


Wie das Kaninchen auf die Schlange blickten in den vergangenen Wochen Börsenhändler, Analysten und Ökonomen nach Washington: Was macht Ben Bernanke? Wann und um wie viel drosselt die amerikanische Zentralbank ihre milliardenschweren Geldspritzen? Fährt sie ihr Anleihekaufprogramm drastisch zurück, dann geht’s abwärts mit der Rallye an der Börse, dann werde der sich langsam erholende US-Konjunktur der Saft abgedreht, so die Befürchtung.

Ende Mai als der Notenbank-Chef Bernanke ankündigte, in naher Zukunft die expansive Geldpolitik zurückfahren zu wollen, reagierten die Börsenmärkte weltweit mit Panik. Bernankes vage Aussage löste vor einem halben Jahr einen Kurssturz an den weltweiten Aktienmärkten aus.

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Wird gedrosselt und wenn ja wie stark? Spannung vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank. Die könnte heute Abend ein Ende der ultra lockeren Geldpolitik verkünden. Investoren spekulieren schon länger auf ein Ende.

Nun drosselt Bernanke tatsächlich das Anleihekaufprogramm und kauft nur noch Staatsanleihen und Hypothekenpapiere im Wert von monatlich 75 Milliarden Dollar ab Januar 2014. Und was machen die Börsen? Sie jubeln! Wie kann das sein? Die wichtigsten Indizes, der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 schlossen mit neuen Rekordwerten. Der S&P 500 legte um 1,66 Prozent zu und schloss bei 1810,65. Der Dow Jones stieg um 1,85 Prozent auf 16.168.29 Punkte. Sogar der schwächelnde Dollar legte zu. Er stieg auf 104 Yen, das höchste Niveau im Verhältnis zur japanischen Währung seit der Finanzkrise von 2008.

Kein Wunder: Ein Ende der expansiven Geldpolitik der Notenbank ist diese Drosselung nicht. Die Entscheidung zeigt, wie sehr die Finanzmärkte auch zukünftig vom Wohle und Wehe der amerikanischen Notenbank und ihrer Geldpresse abhängen. Auch in 2014 und bis ins Jahr 2015 hinein wird die Fed Monat für Monat Milliarden in die Märkte pumpen. Zehn Milliarden Dollar weniger im Januar und Februar und vielleicht auch noch im März können die Finanzmärkte gut verkraften.

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