US-Notenbank Fed: Bullard hält 2017 nur eine Zinsanhebung für nötig

US-Notenbank Fed: Bullard hält 2017 nur eine Zinsanhebung für nötig

, aktualisiert 09. Februar 2017, 18:59 Uhr
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Der Präsident der Fed-Filiale von St. Louis glaubt nicht, dass sich ein „übermäßiger Inflationsdruck aufbaut“.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz der Investitions- und Steuersenkungspläne der neuen US-Regierung befürchtet Fed-Mitglied James Bullard keine Überhitzung der Wirtschaft. Er plädiert für eine behutsame Zinspolitik.

St. LouisUS-Notenbankmitglied James Bullard setzt trotz der Investitions- und Steuersenkungspläne der neuen Regierung auf eine behutsame Zinspolitik. Eine Zinserhöhung sei für den Rest des Jahres angebracht, sagte der Präsident der Fed-Filiale von St. Louis am Donnerstag. "Bislang scheint sich übermäßiger Inflationsdruck nicht aufzubauen." Bullard rechnet zudem nicht damit, dass bis zur März-Sitzung der Fed die Unklarheit über die Haushaltspolitik der Regierung von Präsident Donald Trump ausgeräumt ist. Die Fed müsse nicht handeln. "Warum nicht warten, bis das deutlicher geklärt ist?"

Die Notenbank hatte im Dezember ihren Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld um einen Viertelpunkt auf 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben. Die Fed hatte damit erst zum zweiten Mal innerhalb eines Jahrzehnts die Zinszügel gestrafft. Für 2017 fassten die Währungshüter in ihrem damaligen Ausblick drei weitere Schritte ins Auge.

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Trump versprach im Wahlkampf Steuersenkungen, den Abbau von Bürokratie und Milliardeninvestitionen. Dies könnte dem Aufschwung zusätzlichen Schub geben. Möglicherweise muss die Fed dann aber geldpolitisch gegensteuern, da bereits Vollbeschäftigung herrscht und auch die Inflationsrate im Zielbereich der Notenbank liegt. Dagegen könnten sich Trumps protektionistische Haltung beim Thema Welthandel und seine Beschränkungen der Einwanderung auf die Produktivität der Wirtschaft negativ auswirken.

Bullard zufolge wird es noch bis mindestens 2018 unklar bleiben, mit welchen ökonomischen Folgen zu rechnen ist. Es sei wahrscheinlich, dass die Auswirkungen des Politikwechsels der neuen Regierung nur längerfristig zu spüren sein werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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