US-Notenbank: Wachstumsprognose gesenkt, "Operation Twist" verlängert

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US-Notenbank: Wachstumsprognose gesenkt, "Operation Twist" verlängert

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Ben Bernanke, Präsident der US-Notenbank Fed, hier in den amerikanischen TV-Nachrichten zu sehen, belässt den Leitzins bei null bis 0,25 Prozent.

Quelle:dapd

Die US-Notenbank Federal Reserve greift der lahmenden Wirtschaft weiter unter die Arme. Sie beschloss am Mittwoch, ihre in diesem Monat auslaufende "Operation Twist" bis Ende des Jahres zu verlängern. Dafür nimmt sie rund 267 Milliarden Dollar in die Hand.

Die US-Notenbank Fed hat zurückhaltend auf die schwache Wirtschaftslage in den USA reagiert, aber weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur in Aussicht gestellt. „Wenn wir keine anhaltende Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt sehen, wären weitere Aktionen nötig“, sagte Notenbank-Chef Ben Bernanke am Mittwoch. Zuvor hatte die Fed ihre Prognose für das US-Wachstum in diesem Jahr deutlich gesenkt und angekündigt, die US-Wirtschaft mit weiteren 267 Milliarden Dollar (rund 200 Milliarden Euro) zu stützen.

Geschehen soll das mit einer Verlängerung der „Operation Twist“ bis zum Ende des Jahres. Deren Ziel ist es, durch die Senkung langfristiger Zinsen Verbraucher zu mehr Ausgaben und zur Aufnahme von Krediten zu ermutigen. Anleger und Experten blieben von dem Schritt der Fed aber unbeeindruckt.

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Die Kurse an der Wall Street blieben fast unverändert und auch die Börsen in Asien starteten am Donnerstag mehrheitlich mit einem Minus in den Tag. Analysten gaben der Maßnahme nur beschränkte Schlagkraft, weil die Zinsen bereits jetzt nahe an einem Rekordtiefststand sind. „Der Schritt ist weitgehend symbolisch“, sagte David Jones, Chefvolkswirt bei DMJ Advisors. Er schätze, dass die Zinsen durch „Operation Twist“ nur um rund ein Zehntel Prozentpunkte gesenkt werden würden.

Seit September 400 Milliarden Dollar umgeschichtet

Ursprünglich hätte „Operation Twist“ nur bis Ende Juni laufen sollen. Im Rahmen des Programms verkaufte die Fed kurzfristige Schatzwechsel und kauft langfristige Staatsanleihen. Seit September vergangenen Jahres hat sie so 400 Milliarden Dollar umgeschichtet, bis Dezember sollen weitere 267 Milliarden folgen.

Gleichzeitig bekräftigte die Fed ihr Vorhaben, kurzfristige Zinsen bis mindestens Ende 2014 auf einem Rekordtief zu belassen. Sollte die Wirtschaftsleistung dann weiter absacken, würden weitere Schritte folgen, hieß es.

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Die Fed korrigierte am Mittwoch bereits ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum der USA auf 2,4 Prozent.

Im April hatte sie noch ein Wachstum von 2,9 Prozent vorhergesagt. Just nach der Ankündigung der Fed brachen die Aktienindizes denn auch kurzfristig ein, um sich später wieder auf dem vorangegangenen Stand einzupendeln. Auch die Zinsen für langfristige Staatsanleihen gaben etwas nach, da die Händler auf weitere Zukäufe der US-Notenbank hofften.

Quelle:  dapd
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