US-Notenbank: Zinserhöhung bewegt die Märkte

US-Notenbank: Zinserhöhung bewegt die Märkte

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New York Stock Exchange

Die US-Notenbank hat den Diskontsatz überraschend erhöht und dem Euro ein neues Tief beschert. Trotzdem ist noch lange nicht mit höheren Leitzinsen und einem Ende der Politik des billigen Geldes zu rechnen.

Die US-Notenbank Fed hat überraschend den Diskontsatz um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent angehoben und die Aktienmärkte damit zunächst auf Talfahrt geschickt. Auch der Euro verlor kräftig auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai 2009.

Über den Diskontsatz leihen sich die Geschäftsbanken bei der Fed kurzfristig Geld. Die Banken machen nur im Notfall Gebrauch von diesem Fenster, da sie mit der Nutzung den Märkten eine Schieflage signalisieren könnten und der Zins höher als der Leitzins ist. Nur zu Beginn der Finanzkrise wurde das Diskontfenster etwas stärker genutzt.

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Keine baldige Erhöhung des Leitzinses

Die Fed erklärte am Donnerstag, die Maßnahme solle nicht als Zeichen für eine baldige Erhöhung des Leitzinses gesehen werden. In diesem Zusammenhang bekräftigte die Fed ihre Absicht, zur wirtschaftlichen Erholung die Zinsen auf einem Rekordtiefstand zu belassen.

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte in der vergangenen Woche erste Grundzüge seines Plans vorgestellt, wie er die aufgrund der staatlichen Konjunktur- und Stützprogramme reichlich vorhandene Liquidität aus den Finanzmärkten abpumpen will. Dabei sagte er aber auch, die Fed sei noch Monate davon entfernt, die Zinsen zu erhöhen und Geld aus dem Finanzkreislauf abzuziehen.

An den Märkten wird seit langem darüber diskutiert, wann die Notenbanken die nach der Finanzkrise begonnene Politik des billigen Geldes beenden. Die jetzige Erhöhung des Diskontsatzes durch die US-Notenbank (Fed) ist laut Volkswirten nur ein erster kleiner Schritt bei der Rückführung der in der Krise ergriffenen Sondermaßnahmen.

"Zeitpunkt überraschend"

„Die Erhöhung des Diskontsatzes war nicht überraschend, sondern nur der Zeitpunkt“, sagte Commerzbank-Experte Weidensteiner. „Wir hatten den Schritt erst für April erwartet.“ US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte bereits am 10. Februar grundsätzlich eine Anhebung signalisiert.

Eine Anhebung des wesentlich wichtigeren Leitzinses erwarten die meisten Ökonomen auf absehbare Zeit aber noch nicht, da die Konjunktur noch nicht ausreichend gefestigt sei. „Die Entscheidung ist noch nicht als ein Schritt zu einer restriktiveren Geldpolitik zu werten“, sagte Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner. Erst zum Jahresende oder zu Beginn des kommenden Jahres wird am Markt mit einer ersten Leitzinserhöhung gerechnet.

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