
WashingtonDie Arbeitslosigkeit geht in den USA weiter zurück. Im Januar sei die Quote auf 8,3 Prozent gesunken, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Im Vormonat hatte der Wert noch bei 8,5 Prozent gelegen. Seit dem Jahreswechsel seien 243.000 Jobs geschaffen worden. Zudem wurde die Zahl neuer Jobs in früheren Monaten rückwirkend nach oben korrigiert. Experten hatten wegen des Winters nicht mit einer so deutlichen Verbesserung gerechnet. Die europäischen Börsen reagierten mit Kursaufschlägen.
Es ist der stärkste Beschäftigungsaufbau seit dem Frühjahr 2010, als allerdings im Rahmen der Volkszählung eine Vielzahl von kurzfristigen Nebenjobs geschaffen wurden, die die Statistik nach oben verzerrten. Lässt man diese Phase außer Betracht, war der aktuelle Stellenzuwachs der höchste seit März 2006.
Die Verbesserung der Beschäftigungssituation erfolgte ausschließlich im privaten Sektor. Dort wurden 257.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, während im öffentlichen Dienst infolge der angespannten Haushaltslage erneut Stellen gestrichen wurden. Der Beschäftigungsaufbau in der Privatwirtschaft stand zudem auf einer breiten Basis. Im Verarbeitenden Gewerbe ergab sich ein Stellenplus von 50.000, in der Baubranche von 21.000 und in den Dienstleistungssektoren um 176.000.
„Das ist eine atemberaubende Besserung der Lage am Arbeitsmarkt“, sagte Joe LaVorgna, Chefvolkswirt der Deutschen Bank in den USA. „Damit steigen die Chancen, dass das Wachstum vor allem im ersten Halbjahr besser ausfällt als erwartet.“
Sehr verhalten entwickelten sich allerdings weiterhin die Löhne. Diese stiegen gegenüber dem Vormonat durchschnittlich um 0,2 Prozent. Die Vorjahresrate fiel sogar von 2,1 Prozent auf 1,9 Prozent.
„Die Fed wird vermutlich nicht bis 2014 warten, um die Zinsen wieder anzuheben. Wir rechnen weiterhin mit der zweiten Hälfte 2013. Und ein QE3 (ein weiteres Anleiheankaufprogramm) sehen wir vorerst nicht“, so Joe LaVorgna.













