Verbraucher: Billige Energie führt zu sinkenden Lebenshaltungskosten

Verbraucher: Billige Energie führt zu sinkenden Lebenshaltungskosten

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ARCHIV - Blick aus einem Einkaufswagen in Köln in einem Supermarkt (Archivfoto vom 07.05.2009). Die Verbraucherpreise in Deutschland bleiben aufgrund der deutlich gesunkenen Ölpreise stabil. Im Juni lag die Jahresrate bei 0,1 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag 09.07.2009 in Wiesbaden mit und bestätigte damit seine vorläufige Schätzung. Im Mai war erstmals seit 22 Jahren eine Jahresrate von 0,0 Prozent festgestellt worden. Foto: Oliver Berg dpa/lnw (zu dpa 0103) (c) dpa - Bildfunk

Niedrigere Preise für Energie und Nahrungsmittel lassen die Lebenshaltungskosten in Deutschland weiter sinken. Seit Jahresbeginn fielen die Preise um 0,3 Prozent.

Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Verbraucher können sich bereits den dritten Monat in Folge über stabile oder sogar sinkende Preise freuen. Im Juli hatte sich die Lebenshaltung zum ersten Mal seit 1987 verbilligt. Die sinkenden Preise dürften den Konsum stützen, der in der ersten Jahreshälfte die Konjunktur vor einem noch stärkeren Einbruch bewahrt hat. Experten befürchten aber keine Deflation, also fallende Preise auf breiter Front. Bereits in den kommenden Monaten dürften die Verbraucherpreise wieder steigen.

Ursache für den allgemeinen Preisrückgang ist vor allem die Entwicklung des Ölpreises: Im Juli 2008 hatte er ein Rekordhoch bei fast 150 Dollar je Barrel erreicht, derzeit kostet der wichtige Rohstoff nur etwa halb so viel, was etwa die Heizölrechnung und die Kraftstoffpreise drückt.

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Heizöl und Milchprodukte billiger, Strom teurer

So kostet Heizöl derzeit 34,2 Prozent weniger als vor Jahresfrist, Kraftstoffe sanken um 13,5 Prozent und Gas 9,4 Prozent. Strom dagegen ist seit Anfang des Jahres um 6,1 Prozent teurer geworden. Der Preis für Strom ist demnach seit 2000 nicht mehr gesunken.

Auch Lebensmittel wurden um 3,0 Prozent günstiger, wobei die Verbraucher vor allem bei Speisefetten und Milchprodukten kräftig entlastet wurden, während sie für Fisch tiefer in die Tasche greifen mussten.

Ohne Energie und Nahrungsmittel verteuerten sich die Lebenshaltungskosten um 1,3 Prozent. Binnen Monatsfrist gaben die Verbraucherpreise 0,4 Prozent nach. Nach den Sommerferien waren Pauschalreisen wieder billiger zu haben, Ferienwohnungen und Hotelzimmer kosteten ebenfalls deutlich weniger als im August. Stärker zur Kasse gebeten wurden die Verbraucher nach dem Ende der Schlussverkäufe für Bekleidung und Schuhe.

Wird Rohöl zum Jahresende wieder teurer, dürfte sich das auch in einem Anstieg der Verbraucherpreise niederschlagen.

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