Verbraucherpreise: Inflation bleibt im Juni auf Mini-Niveau

Verbraucherpreise: Inflation bleibt im Juni auf Mini-Niveau

, aktualisiert 15. Juli 2016, 11:32 Uhr
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Die Verbraucherpreise im Juni sind minimal gestiegen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Preise in der Euro-Zone steigen wieder leicht. Trotz des Anstiegs ist die Europäische Zentralbank noch weit von ihrem Ziel einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent entfernt.

BrüsselDie Jahresteuerung lag im Juni bei 0,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Damit wurde ein vorläufiger Wert bestätigt. In den vier vorangegangenen Monaten waren die Preise jeweils gefallen oder stabil geblieben. Trotz des Anstiegs im Juni ist die Europäische Zentralbank (EZB) noch weit von ihrem Ziel einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent entfernt. Diese gilt als ideal für die Wirtschaftsentwicklung.

Im Kampf gegen eine Deflation - also einen für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front - hat die EZB im März die Geldschleusen weiter geöffnet: Der Leitzins wurde auf null gesetzt, die Strafgebühren für die bei ihr deponierten Einlagen der Banken erhöht und das Wertpapier-Ankaufprogramm ausgeweitet.

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Die Käufe sollen die Renditen der Titel drücken, wodurch sie als Investment für Banken weniger attraktiv werden. Die Institute sollen stattdessen mehr Kredite an die Wirtschaft vergeben, was die Konjunktur stützen und somit auch die Verbraucherpreise anheizen würde. Der EZB-Rat kommt nächste Woche zu seiner nächsten Sitzung zusammen und wird dabei entscheiden, ob es beim derzeitigen monatlichen Umfang von Wertpapierkäufen im Volumen von 80 Milliarden Euro bleibt.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass das milliardenschwere Anleihenkaufprogramm der EZB die Inflation ankurbelt. Zu diesem Schluss kamen jedenfalls die Autoren eines Monatsberichts der Bundesbank. Die Europäische Zentralbank (EZB) erwirbt seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen der Euro-Länder. Das Programm ist inzwischen auf 1,74 Billionen Euro angelegt.

Die Währungshüter hatten im Dezember beschlossen, die Käufe um ein halbes Jahr bis Ende März 2017 zu verlängern. Laut Bundesbank-Berechnungen wird dies von 2016 bis 2018 etwa 0,1 bis 1,0 Prozentpunkte mehr Inflation pro Jahr bringen. Die Effekte der nochmaligen Ausweitung des Programms im März dieses Jahres seien geringer.

Quelle:  Handelsblatt Online
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