Verbraucherpreise: Inflation verharrt bei 1,7 Prozent

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Verbraucherpreise: Inflation verharrt bei 1,7 Prozent

Die Inflation in Deutschland verharrt bei 1,7 Prozent. Nur Reisen sind zu Beginn der Ferienzeit traditionell teurer. Die Benzinpreise sind schuld, dass der Anstieg der Verbraucherpreise nicht schwächer ausgefallen ist.

Steigende Preise für Tanken und Reisen haben einen weiteren Rückgang der Inflation in Deutschland verhindert. Die Verbraucherpreise stiegen im Juli erneut um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Niedriger lag die Teuerungsrate zuletzt im Herbst 2010. Sie verharrte damit den dritten Monat in Folge unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht.

Von Juni auf Juli zogen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent an. Dafür sorgten steigende Preise für Benzin und Diesel, die im Mai und Juni noch leicht gesunken waren. Heizöl verteuerte sich „erstmals seit März 2012 erheblich“, schrieben die Statistiker. Mit Beginn der Sommerferien zogen zudem die Preise für Pauschalreisen deutschlandweit um 14,9 Prozent an. Details will das Bundesamt am 10. August nennen.

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„Inflation ruht sich noch aus“

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Experten gehen davon aus, dass die Teuerung in den kommenden Monaten niedrig bleibt. „Die Inflation ruht sich noch aus“, sagte Commerzbank-Expertin Ulrike Rondorf. „Mittelfristig dürften die Verbraucherpreise aufgrund der für Deutschland zu expansiven Geldpolitik auf breiter Front stärker zulegen.“ Die EZB hat ihren Leitzins wegen der Rezession in vielen Krisenländern auf das Rekordtief von 0,75 Prozent gesenkt und könnte nach Ansicht einiger Experten im August noch einmal nachlegen. Das billige Geld kann im wirtschaftlich robusten Deutschland die Nachfrage anheizen und damit für einen Preisschub sorgen, fürchten viele Ökonomen. Auch die kräftigen Lohnerhöhungen von teilweise mehr als vier Prozent könnten dazu führen, „dass die Verbraucherpreise mittelfristig um mehr als zwei Prozent pro Jahr steigen“, sagte Rondorf. Die Unternehmen dürften versuchen, steigende Lohnkosten auf die Verbraucher abzuwälzen.

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