Verbraucherpreise: Inflationsrate steigt wieder

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Verbraucherpreise: Inflationsrate steigt wieder

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Die Reiselust der Deutschen rund um die Ostertage hat die Inflation im April leicht angetrieben.

Im April ist die Inflation wieder leicht angestiegen. Auslöser waren vor allem Pauschalreisen rund um Ostern. Im März hatte die Inflationsrate mit 1,0 Prozent noch den niedrigsten Wert seit August 2010 erreicht.

Höhere Preise für Pauschalreisen rund um die Osterfeiertage haben die Inflation im April erstmals in diesem Jahr nach oben getrieben. Die Verbraucherpreise stiegen um durchschnittlich 1,3 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte sich die Teuerungsrate drei Monate in Folge abgeschwächt, wodurch sie im März mit 1,0 Prozent auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren gefallen war.

Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. In der Euro-Zone liegt die Inflation derzeit noch viel niedriger, weswegen bereits Sorgen vor einem gefährlichen Preisverfall die Runde machen und die EZB über unkonventionelle Maßnahmen nachdenkt. Denn eine Deflation kann dazu führen, dass Verbraucher in Erwartung immer weiter fallender Preise weniger konsumieren und Unternehmen Investitionen auf die lange Bank schieben.

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Die steigende Teuerung in Deutschland geht vor allem auf einen statistischen Effekt zurück: Während die Osterfeiertage 2013 im März begannen, fielen sie dieses Mal komplett in den April. Dadurch verteuerten sich Pauschalreisen um 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Ökonomen gehen davon aus, dass die Preise künftig wieder etwas stärker anziehen werden. "Konsum und Binnennachfrage sind sehr robust, das treibt die Preise - allerdings nicht dramatisch", sagte der Chefvolkswirt der Targobank, Otmar Lang. "Hinzu kommen recht kräftig steigende Löhne, die den Unternehmen Spielraum für Preiserhöhungen eröffnen." Die führenden Forschungsinstitute erwarten 2014 eine durchschnittliche Teuerungsrate von 1,3 Prozent. Im kommenden Jahr soll sie auf 2,0 Prozent klettern.

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Gedämpft wurde die Inflation im März von günstigerer Energie. Leichtes Heizöl verbilligte sich um 3,7 Prozent, Benzin und andere Kraftstoffe um 3,4 Prozent. Strom kostete dagegen 1,8 Prozent mehr. Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,8 Prozent. Für Quark wurden 19,4 Prozent mehr verlangt, für H-Milch und Schnittkäse jeweils 13,0 Prozent sowie für Joghurt 8,8 Prozent mehr. Deutlich günstiger war Gemüse zu haben, darunter Paprika (-22,9 Prozent), Gurken (-10,8) und Tomaten (-4,6).

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