Verbraucherpreisindex: Lebensmittel und Strom deutlich teurer

Verbraucherpreisindex: Lebensmittel und Strom deutlich teurer

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Hochwasser, Kälte, Trockenheit: Für viele deutsche Bauern ist die Ernte in diesem Jahr jetzt schon schlecht. Das schlägt sich auf die Verbraucherpreise nieder.

Die Preise für Nahrungsmittel sind so hoch wie seit fast fünf Jahren nicht mehr. Schuld sind Kälte, Überschwemmungen und Trockenheit. Die Inflation steigt auf ein Jahreshoch.

Wer im Juli Lebensmittel eingekauft hat, musste tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. Die Preise für Nahrungsmittel sind im Juli um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Höher lagen die Preise für Lebensmittel zuletzt 2008. Vor allem Kartoffeln und Butter waren von dem Preisanstieg betroffen. Auch für Strom mussten Verbraucher im Juli mehr zahlen. Insgesamt ist die Inflationsrate im Juli 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent gestiegen.

Der Deutsche Bauernverband sieht den Grund für die Preissteigerung bei Kartoffeln in den schlechten Witterungsbedingungen. "Das kalte Frühjahr, die Überschwemmungen im Sommer und die darauffolgende Trockenheit haben den Bauern das Leben schwer gemacht", sagte ein Sprecher. Betroffen seien vor allem die Produzenten von Obst, Gemüse und Kartoffeln.

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Bauernverband erwartet keine ernsthaften Konsequenzen

Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von rund 1,25 Kilogramm pro Woche zählen Kartoffeln zu den Grundnahrungsmitteln der Deutschen. Ernsthafte Konsequenzen erwartet der Bauernverband dennoch nicht für die Verbraucher, weil Kartoffeln mit rund 1,26 Euro pro Kilogramm immer noch verhältnismäßig preiswert seien.

Auch die Strompreise haben kräftig angezogen. Im Vergleich zu Juli 2013 sind die Stromrechnungen in Deutschland um 11,9 Prozent gestiegen. Gesunken sind hingegen die Preise für leichtes Heizöl.

Ferienbedingte Preissteigerungen

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Im Vergleich zum Vormonat sind die Preise im Juli 2013 saisonbedingt um 0,5 Prozent gestiegen. Im Ferienmonat Juli stiegen die Preise für Pauschalreisen um 14 Prozent und für Flugtickets um 5,8 Prozent.

Das Inflationsniveau ist für Juli so hoch, wie das Statistische Bundesamt geschätzt hatte. Für die Europäische Zentralbank gelten die Preise in Deutschland trotz Steigerungen in einzelnen Bereichen bis zu einem Gesamtniveau von zwei Prozent für stabil.

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