Wachstum verlangsamt sich: Chinas Exporte gehen überraschend zurück

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Wachstum verlangsamt sich: Chinas Exporte gehen überraschend zurück

, aktualisiert 10. Juli 2013, 07:22 Uhr

Dem chinesischen Drachen fehlt Feuer: Ein abrupter Rückgang der Ausfuhren sowie eine enttäuschende Importnachfrage lassen ein schwächeres Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erwarten.

Die chinesischen Exporte und Importe sind im Juni überraschend gefallen. Die Ausfuhren gingen sogar um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, während auch die Importe mit einem Minus von 0,7 Prozent abnahmen, wie die Zollverwaltung am Mittwoch in Peking berichtete. Der unerwartet starke Rückgang im Außenhandel um zwei Prozent im Juni ist ein weiteres Zeichen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde an Dampf verliert. Es war das erste Export-Minus seit Januar 2012.

Das langsamere Wachstum erscheint Regierungschef Li Keqiang allerdings weiter akzeptabel. Die chinesische Wirtschaft müsse umstrukturiert und modernisiert werden, um eine gesunde Entwicklung zu erreichen, sagte der Premier laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua. Die makroökonomische Kontrolle müsse langfristig denken und sicherstellen, dass die Wachstumsrate, Beschäftigung und andere Indikatoren „nicht unter unsere Untergrenzen rutschen und die Inflation nicht unsere Obergrenze überschreitet“.

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Experten hatten im Juni eigentlich einen Exportzuwachs von drei bis vier Prozent erwartet. Mit dem Minus von 3,1 Prozent auf 174 Milliarden US-Dollar lagen die Exporte im Juni weit unter dem Plus von 10,4 Prozent für die erste Jahreshälfte. Ähnlich war der Importrückgang von 0,7 Prozent auf 147 Milliarden US-Dollar deutlich entfernt von dem Zuwachs von 6,7 Prozent für die ersten sechs Monate. In der ersten Jahreshälfte war der gesamte chinesische Außenhandel nur noch um 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen.

Die Exporte nach Europa fielen um 8,3 Prozent, während es mit den USA ein Minus von 5,4 Prozent gab. Zollsprecher Zheng Yuesheng führte den Rückgang des Außenhandels im zweiten Quartal auf schwache globale Nachfrage, den stärkeren Wechselkurs, höhere Arbeitskosten und verschiedene Handelsspannungen zurück. Auch für das laufende Quartal hat China wenig Hoffnung auf Besserung. Die Exportwirtschaft stehe vor großen Herausforderungen, erklärte die Zollbehörde. "Für die Exporte sieht es im dritten Quartal düster aus", sagte der Sprecher.

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