Wachstumsprognose: Bundesbank senkt Ausblick bis Ende 2016

Wachstumsprognose: Bundesbank senkt Ausblick bis Ende 2016

Die Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft ein solides Wachstum zu, senkt aber ihre Prognosen für 2014 bis 2016. Die Notenbank betont jedoch: Grundsätzlich ist die heimische Konjunktur intakt.

Bei der Bundesbank überwiegt trotz gedämpfter Erwartungen die Zuversicht für die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Zwar senkte die Notenbank wie die meisten Ökonomen ihre Wachstumsprognosen für die Jahre 2014 bis 2016. Insgesamt jedoch bleibe die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs, betonte die Bundesbank. Es bestehe „die begründete Hoffnung, dass sich die aktuelle Schwächephase als vorübergehend erweist“, erklärte Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Schwacher Ausblick OECD senkt Wachstumsprognosen für Deutschland und die Euro-Zone

Die flaue Konjunktur in den Euro-Krisenländern geht auch an Deutschland nicht spurlos vorbei. Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für Deutschland und die gesamte Eurozone deutlich nach unten gesenkt.

Containerterminal im Hamburger Hafen (2007) Quelle: dpa


Im laufenden Jahr wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach der halbjährlichen Bundesbank-Prognose um real 1,4 (Juni-Prognose: 1,9) Prozent zulegen. Für 2015 erwartet die Notenbank 1,0 (2,0) Prozent Wachstum, für 2016 dann 1,6 (1,8) Prozent.Damit ist die Bundesbank zumindest für das laufende Jahr optimistischer als zum Beispiel die fünf Wirtschaftsweisen und die Bundesregierung, die für 2014 mit einem BIP-Plus von 1,2 Prozent rechnen.

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Einer der Treiber bleibt nach Bundesbank-Einschätzung die gute Binnenkonjunktur. Die Verbraucher zeigten sich in den vergangenen Monaten ungeachtet aller weltweiten Krisen in Konsumlaune. Die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt könnte das noch begünstigen: Die Bundesbank-Ökonomen erwarten spürbar steigende Löhne. Dazu werde auch der neue allgemeine Mindestlohn beitragen. Bei gleichzeitig niedriger Inflation stärkt das die Kaufkraft der Verbraucher.

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Positiv auf die heimische Wirtschaftsleistung auswirken dürften sich nach Erwartung der Bundesbank auch die zuletzt stark gesunkenen Rohölpreise. Dies wirke „über die Entlastung der Lebenshaltungskosten der Haushalte und der Produktionskosten der Unternehmen wie ein kleines Konjunkturprogramm“, erklärte Weidmann. „Verbleibt der Rohölpreis längere Zeit auf diesem gedrückten Niveau, könnte das Wirtschaftswachstum in den beiden kommenden Jahren jeweils um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte besser als erwartet ausfallen.“

Insgesamt werde das auch den Preisauftrieb verstärken. Die Notenbank sagt für 2014 nach europäischer Berechnung (HVPI) einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,9 Prozent voraus. Mit 1,1 Prozent 2015 und 1,8 Prozent 2016 würde sich die Inflationsrate demnach allmählich wieder dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) bei knapp unter 2,0 Prozent annähern.

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