Wachstumsprognose: Mehr Aufträge für deutsche Industrie

Wachstumsprognose: Mehr Aufträge für deutsche Industrie

, aktualisiert 06. Oktober 2016, 12:00 Uhr
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Im August konnte die deutsche Industrie deutlich zulegen und ein Plus von einem Prozent im Vergleich zum Vormonat einfahren.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Nachfrage nach deutschen Industriegütern ist im August deutlich gestiegen. Gegenüber dem Vormonat entstand ein Plus von einem Prozent, weshalb die Wirtschaftsprognose für 2016 angehoben wurde.

BerlinDie deutsche Industrie hat im August wegen der anziehenden Nachfrage aus dem Inland und der Euro-Zone überraschend viele Aufträge eingesammelt. Die Firmen erhielten 1,0 Prozent mehr Bestellungen als im Vormonat – fünf Mal so viel wie von Ökonomen erwartet. Im Juli lag das Plus bei lediglich 0,3 Prozent. „Die Auftragseingänge blieben im laufenden Jahr verhalten, zogen zuletzt aber etwas an“, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag. „Insgesamt sprechen die jüngsten Daten für eine leichte Belebung der Industriekonjunktur im weiteren Jahresverlauf.“

Ökonomen rechnen angesichts der schwachen Weltwirtschaft aber nicht mit großen Sprüngen. „Eine Schwalbe macht noch keinen Aufschwung“, sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. „Die Auftragseingänge entwickeln sich derzeit beeindruckend unspektakulär“, betonte Konjunkturexpertin Sophia Krietenbrink vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hob wegen des robusten Konsums dennoch seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr an – von 1,7 auf 1,9 Prozent.

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Garant für die zuletzt verbesserte Auftragslage war die anziehende Nachfrage auf dem Heimatmarkt. Die Inlandsaufträge erhöhten sich im August um 2,6 Prozent. Dagegen schrumpfte die Nachfrage aus dem Ausland, und zwar um 0,2 Prozent. Die Aufträge aus der Euro-Zone wuchsen dabei um 4,1 Prozent, während die aus dem Rest der Welt um 2,8 Prozent fielen. In Übersee schwächeln viele wichtige Exportmärkte – von Brasilien bis Russland. Experten gehen zudem davon aus, dass nach dem Anti-EU-Votum in Großbritannien die Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ auf diesem wichtigen Absatzmarkt spürbar nachlassen dürfte. So wertete das britische Pfund kräftig ab, was deutsche Güter dort teurer macht.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern wie Chemikalien legte die Nachfrage um 1,7 Prozent zu. Die Produzenten von Investitionsgütern wie Maschinen meldeten einen Zuwachs von 0,3 Prozent. Bei Konsumgütern gab es ein Plus von 2,9 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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