
Mit dem Platzen der riesigen Spekulationsblase auf dem US-Immobilienmarkt nahm die Finanzkrise ihren Anfang. Bis heute ist der Preisverfall für private Eigenheime nicht gestoppt und auch bei den Gewerbeimmobilien sieht die Prognose immer düsterer aus, wie die jüngsten Daten des Moody’s Investors Service zeigen. Aber warum hängt eigentlich die weltweite Konjunktur so stark am amerikanischen Immobilienmarkt?
Strukturierte Wertpapiere, die aus verbrieften amerikanischen Hypothekenkrediten bestanden, haben riesige Löcher in die Bilanzen der Banken rund um die Welt gerissen. Während viele der Residential Mortgage Backed Securities (RMBS), denen private Hypotheken zugrunde liegen, als erstes abgeschrieben worden sind, sitzen die Banken weiterhin auf ihren Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS). Diese sind mit Mieteinahmen von Bürogebäuden, Hotels und Einkaufszentren besichert. Aber nun verdunkelt sich die Lage auch bei den amerikanischen Gewerbeimmobilien.
Preise von Gewerbeimmobilien um mehr 34 Prozent gefallen
Laut CPPI-Index von Moody’s sind die Preise seit 2007 um 34,8 Prozent gesunken, was vor allem auf sinkende Mieten und die Zunahme an Zwangsverkäufen zurückgeht. Bei den Einkaufszentren beispielsweise stieg die Leerstandsquote mit 10,3 Prozent auf den höchsten Stand seit 1992. Als Folge sind bereits CMBS im Wert von 134 Milliarden ausgefallen, die Quote hat sich von 0,3 im Mai auf 3,2 Prozent im August verzehnfacht.
Eine neue Abschreibungswelle würde die Banken erneut schwächen und das Kreditangebot für die Wirtschaft weiter einschränken. Dadurch wiederum könnten weitere Arbeitsplätze verloren gehen und der Konsum zurückgehen. Von dem wiederum die Weltwirtschaft profitiert.













