Weniger Wachstum erwartet: OECD senkt Deutschland-Prognose ab

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Weniger Wachstum erwartet: OECD senkt Deutschland-Prognose ab

Mit der Weltwirtschaft geht es nach Einschätzung von Ökonomen allmählich aufwärts. Großes Sorgenkind bleibt allerdings die Eurozone. Auch die Prognose für Deutschland wurde abgesenkt.

Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft leicht nach unten korrigiert. Angesichts der anhaltenden Krise in der Eurozone sei in diesem Jahr nur mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,4 Prozent zu rechnen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris mit. Im vorherigen großen Wirtschaftsausblick war noch ein Plus von 0,6 Prozent vorhergesagt worden.

Deutschland traf es damit allerdings noch vergleichsweise glimpflich. Für die Eurozone als ganzes wurde die Konjunkturprognose von minus 0,1 auf minus 0,6 Prozent nach unten korrigiert. Vor diesem Hintergrund sei die Entwicklung der deutschen Wirtschaft beachtlich, sagte der für das Eurogebiet zuständige OECD-Experte Eckhard Wurzel.

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Optimistisch stimmt die Ökonomen zudem der längerfristige Ausblick für Deutschland. Für das kommende Jahr wurde die Prognose von 1,9 Prozent Wachstum aufrechterhalten. Zugleich wird mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenquote nach OECD-Standard gerechnet. Sie könnte demnach von zuletzt 5,3 auf 4,8 Prozent sinken. Neue Negativrekorde werden hingegen in Ländern wie Spanien (28,0 Prozent), Griechenland (28,4 Prozent) aber Frankreich (11,1 Prozent) erwartet. „Im Euroraum ist die weiterhin steigende Arbeitslosigkeit die größte Herausforderung für die politisch Verantwortlichen“, kommentiert OECD-Chefökonom Pier Carlo Padoan die Zahlen.

Global gesehen rechnet die OECD in ihren Mitgliedstaaten ab Mitte 2013 sowie im gesamten Jahresverlauf 2014 nach und nach mit einer Belebung des Wachstums. Der Aufschwung verläuft den Prognosen zufolge aber in den einzelnen Ländern höchst unterschiedlich. Während die USA auf Wachstumsraten von 1,9 Prozent in diesem und 2,8 Prozent im nächsten Jahr hoffen können, bleibt die Gemeinschaft der Eurostaaten weit zurück. Selbst für das kommende Jahr liegt die Prognose nur bei plus 1,1 Prozent. Griechenland kommt weiter nicht aus der Rezession und muss 2014 mit einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent rechnen.

Um die Konjunktur anzukurbeln, empfehlen die OECD-Ökonomen eine weitere Lockerung der Geldpolitik inklusive einer weiteren Absenkung der Zinssätze. Gleichzeitig sollten die Länder mit der Umsetzung der von ihnen eingegangenen Verpflichtungen zur strukturellen Haushaltskonsolidierung fortfahren, heißt es. Innerhalb der Gruppe der großen aufstrebenden Volkswirtschaften bleibt China mit prognostizierten Wachstumsraten von 7,8 Prozent (2013) beziehungsweise 8,4 Prozent (2014) in Führungsposition. In Indien und Brasilien dürfte der Aufschwung nach Einschätzung der OECD mit Raten zwischen 2,9 und 6,4 Prozent verhaltener ausfallen.

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