Winterstürme in den USA: Yellen warnt vor schwächelnder Konjunkturerholung

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Winterstürme in den USA: Yellen warnt vor schwächelnder Konjunkturerholung

Die neue Notenbankchefin Janet Yellen warnt: Der heftige Winter könnte der Konjunktur in den USA schaden. Beobachter sind gespannt, ob der Dämpfer den Fed-Kurs beeinflussen wird.

In Washington sind es aktuell minus elf Grad, in New York sogar minus zwölf. Es schneit und starke Stürme fegen über Amerika. Die eisigen Temperaturen versetzen die Notenbankchefin Janet Yellen in Alarmbereitschaft. Am Donnerstag erklärte sie vor dem Bankenausschuss des Senat, dass das Winterwetter ihrer Einschätzung nach auch bei der schwächelnden Konjunkturerholung in den USA eine Rolle spielen könne.

Zudem steckte sie erneut den geldpolitischen Kurs der Fed ab. Viele ihrer Forderungen sind identisch mit denen von vor zwei Wochen. Dort sprach sie vor dem Bankenausschuss des Abgeordnetenhauses. Yellen will den Kurs ihrer Vorgängers Ben Bernanke fortsetzen. Er hatte angefangen die Konjunkturspritzen in den USA langsam zu drosseln. Die Fed reduzierte die Käufe langfristiger Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Januar und Dezember um je 10 Milliarden auf 65 Milliarden Dollar (47,5 Milliarden Euro) pro Monat. Die Anleihekäufe seien auf „keinem vorgegebenen Kurs“. Sie rechne aber mit einem „großen Maß an Kontinuität“, sagte die 67-Jährige. Auch am historisch niedrigen Leitzins von 0 bis 0,25 Prozent wolle die Fed vorerst nicht rütteln.

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US-Fed-Chefin "Geldpolitik ist kein Allheilmittel"

Ruhig und bedächtig präsentiert sich die neue Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, bei ihrem ersten Auftritt vor dem US-Kongress. Aber: Viel Neues hat sie nicht zu bieten.

Inhaltlich hat Yellen allerdings nicht viel Überraschendes zu bieten. Sie fährt den eingeleiteten geldpolitischen Kurs ihres Vorgängers Ben Bernanke fort. Quelle: AP

Aus einem Protokoll der letzten Zinssitzung unter Bernankes Führung Ende Januar geht hervor, dass einige Notenbanker auf einen Automatismus beim Abbau der Hilfen drängen. Durch die kalte Winterzeit zum Jahreswechsel und die starken Auswirkungen der Kältewelle hat die amerikanische Wirtschaft merklich an Schwung verloren. Das räumte Yellen jüngst ein.

Die Kurswende in der Geldpolitik der Fed wurde aufgrund des immer robuster werdenden Wirtschaftswachstums und der sinkenden Arbeitslosigkeit eingeleitet. Nun wird mit Spannung beobachtet, ob der Dämpfer der wirtschaftlichen Erholung den Fed-Kurs beeinflussen wird. Yellen geht davon aus, dass es einer "signifikanten" Veränderung der wirtschaftlichen Perspektive benötigt, damit von einer eingeschlagenen Linie abgewichen wird.

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Die Notenbankchefin wurde auch die der kriselnden Digitalwährung Bitcoin befragt. Yellen nennt den Bitcoin eine "Innovation", die sich aber außerhalb des Bankensektors abspiele. Deshalb habe die Fed keinerlei Befugnis zur Regulierung, sagte Yellen. Trotzdem müsse sich der US-Kongress mit rechtlichen Fragen zu digitalen Währungen befassen. Momentan gibt es keine zentrale Kontrollinstanz, deshalb ist der Bitcoin schwer zu regulieren. Bitcoins machten zuletzt durch den Zusammenbruch der einst größten Handelsplattform Mt. Gox von sich reden. Die auch als „Hacker-Währung“ bezeichneten Coins gibt es seit 2009. Sie werden in komplizierten Rechenprozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt, können aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Bitcoins sollen unabhängig von Staaten und Zentralbanken funktionieren. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz, fristen bislang aber nur ein Nischendasein.

Mit Material von dpa

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