Wirtschaft: Commerzbank rechnet mit Abschwächung der Konjunktur

Wirtschaft: Commerzbank rechnet mit Abschwächung der Konjunktur

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Zentrale der Commerzbank in Frankfurt

Die Konjunkturaussichten der deutschen Wirtschaft haben sich weiter verschlechtert: Der Earlybird-Frühindikator, den die Commerzbank monatlich exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt, sank im April kräftig um 0,43 auf minus 0,66 Punkte.

Die Konjunkturaussichten der deutschen Wirtschaft haben sich weiter verschlechtert: Der Earlybird-Frühindikator, den die Commerzbank monatlich exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt, sank im April kräftig um 0,43 auf minus 0,66 Punkte. Damit hat das Konjunkturbarometer nach einigen besseren Werten zum Jahresbeginn nun wieder das niedrige Niveau des vergangenen Jahres erreicht. „Angesichts des deutlich negativen Wertes ist eine weitere Abschwächung der Konjunktur in Deutschland wahrscheinlich“, sagte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer der WirtschaftsWoche. „Wir rechnen nach einem kräftigen Wachstum im ersten Quartal im Frühjahr mit einer Stagnation der Wirtschaft.“ Für das Gesamtjahr prognostizieren die Ökonomen ein Plus von 1,8 Prozent, 2009 droht sich das Wachstumstempo gar auf 1,3 Prozent zu verringern.

Im Dezember war der Earlybird, der einen Vorlauf von sechs bis neun Monaten gegenüber der Realwirtschaft aufweist, auf sein bisheriges Allzeittief von minus 0,96 Zählern gefallen.

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Der entscheidende Faktor für den Rückgang des Earlybird im April war der Anstieg des kurzfristigen Realzinses. Mit durchschnittlich 4,78 Prozent lagen die Zinsen am Geldmarkt fast wieder so weit über dem Leitzins von 4,0 Prozent wie im Dezember 2007. Zudem ist die Kernteuerungsrate im April merklich gesunken. Da dies zum Teil auf den frühen Ostertermin in diesem Jahr zurückzuführen ist, dürfte der Frühindikator hierdurch etwas nach unten verzerrt sein.

Auch die fortgesetzte Aufwertung des Euro wirkte sich negativ auf den Earlybird aus. Der reale Außenwert lag im April 3,5 Prozent über dem Vorjahresniveau – das ist die größte Aufwertung seit Anfang 2004. Die anhaltende Euro-Hausse belastet vor allem deutsche Unternehmen, die viele Kunden im Dollar-Raum haben. Insgesamt machen die Dax-30-Unternehmen im Schnitt schätzungsweise 17 Prozent ihres Umsatzes in den USA.

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