Wirtschaft: Konjunktur-Index überraschend gestiegen

Wirtschaft: Konjunktur-Index überraschend gestiegen

Die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank, die Aussicht auf weitere Schritte nach unten und der gesunkene Zins am Interbankenmarkt wirken sich erstmals positiv auf die Konjunkturaussichten in Deutschland aus.

Der Earlybird-Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, den die Commerzbank exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt, ist im Dezember nicht etwa wie erwartet weiter gefallen, sondern im Vergleich zum Vormonat von minus 0,85 auf minus 0,79 Punkte gestiegen. Der Indikator, der gegenüber der Realwirtschaft einen Vorlauf von sechs bis neun Monaten hat, wäre sogar noch stärker gestiegen, hätte sich nicht das weltwirtschaftliche Umfeld für die deutschen Unternehmen verschlechtert. So sank vor allem der US-Einkaufsmanagerindex für die Industrie, der als Indikator für die Weltkonjunktur in den Earlybird eingeht. Auch die spürbare Aufwertung des Euro hat einen stärkeren Anstieg des Konjunkturbarometers gebremst.

Positiv zu werten ist vor allem, dass sich der Zinssatz für Dreimonatsgeld am Interbankenmarkt (Euribor) seit seinem Hoch von Anfang Oktober (5,4 Prozent) fast halbiert hat. Da der Euribor als Orientierungsgröße für viele kurzfristige Kredite an Unternehmen und variabel verzinsliche Hypothekenkredite dient, sind mit seinem Rückgang niedrigere Finanzierungskosten für Betriebe und private Haushalte verbunden. Das dürfte mittelfristig positiv auf Investitionen und Konsum wirken.

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So geht die Commerzbank davon aus, dass sich die Wirtschaft nach dem Einbruch im ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte stabilisieren wird. Mit einer Erholung sei aber erst 2010 zu rechnen, so die Commerzbank.

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