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Wirtschaftsaufschwung: BIP, BIP, hurra!

von Mark Fehr

Der Aufschwung gehört jetzt fast schon zum Alltag, doch wie nachhaltig wirkt der Boom? Auskunft gibt ein Blick in die Details der deutschen Wachstums-Statistik. Ein Kommentar von Mark Fehr.

Container Terminal Altenwerder Quelle: dpa
Container Terminal Altenwerder Quelle: dpa

Optimismus regiert die Republik: Politiker und Unternehmer jubeln über den größten Wachstumsschub seit der Wiedervereinigung, während Experten ihre Konjunkturprognosen reihenweise in die Höhe schrauben.

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Drei Prozent Wachstum erwartet die Deutsche Bank für das Gesamtjahr 2010 – und auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat sich dieser Prognose angeschlossen. Die DekaBank schließlich bietet 3,5 Prozent. Selbst die sonst so zurückhaltenden Schwaben feiern den Expansionskurs des Industriestandorts Baden-Württemberg mit einer außergewöhnlichen Zeitungsanzeige. Die trägt den Titel „BIP, BIP, Hurra!“.

Ist soviel Partylaune gerechtfertigt oder handelt es sich beim aktuellen Aufschwung in Wahrheit nur um ein Strohfeuer im Exportsektor? Das Statistische Bundesamt hat jetzt Einzelheiten zum fulminanten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts bekanntgegeben, die zeigen: Der Rekordboom im zweiten Quartal hat durchaus Substanz.

Investitionstätigkeit auf niedrigen Niveau.

Zwar kann die Produktion von Gütern und Diensten unmöglich endlos mit demselben hohen Tempo weiter wachsen. Doch die Erholung zieht sich durch weite Bereiche und steht damit auf einem relativ breiten Fundament.

Neben dem Außenhandel haben Investitionen in Maschinen und Gebäude einen bedeutenden Anteil am Wachstumsschub. Allerdings befindet sich die Investitionstätigkeit der Unternehmen immer noch auf einem relativ niedrigen Niveau.

Die Ausgaben der Verbraucher sind im Vergleich zum vergangenen Jahr zwar zurückgegangen. Doch gegenüber dem Vorquartal verbuchten die Bundesstatistiker auch beim privaten Konsum einen Anstieg um immerhin 0,6 Prozent.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 24.08.2010, 17:14 UhrAnonymer Benutzer: Der Zensor

    Oben steht "Kommentar" drüber. Dieser Artikel kommentiert aber leider nicht sondern reiht Fakten aneinander. Mut zur Meinung bitte! Dann macht das Lesen auch mehr Spaß.

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