Wirtschaftsausblick: Bundesbank erwartet kräftiges Wachstum

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Wirtschaftsausblick: Bundesbank erwartet kräftiges Wachstum

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Die Bundesbank geht von einem stärkeren Wachstum der deutschen Wirtschaft aus - und in der Folge von steigenden Löhnen.

Die Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr ein kräftiges Wachstum zu. Trotzdem wird sich das hohe Tempo des ersten Quartals nicht halten lassen.

Die Bundesbank blickt zunehmend optimistisch auf die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr. Sie hob ihre Prognose für das Wachstum 2014 um 0,2 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent an, wie aus den am Freitag veröffentlichten Daten hervorgeht. Im nächsten Jahr rechnet sie weiter mit einem Plus von 2,0 Prozent und 2016 mit 1,8 Prozent.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnte trotz der insgesamt günstigen Aussichten davor, dass sich vor allem aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld Risiken ergeben: "Erhöhte geopolitische Spannungen oder eine erneute Zuspitzung der Krisen im Euro-Raum würden das BIP-Wachstum nicht nur über den Außenhandel, sondern auch über Vertrauenseffekte dämpfen."

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Die Phase der extrem niedrigen Inflationsraten in Deutschland wird nach Überzeugung der Bundesbank bald überwunden. „Die zu erwartenden Verknappungen am Arbeitsmarkt werden sich nach der Prognose in höheren Lohnsteigerungen niederschlagen wie auch der neue allgemeine Mindestlohn“, teilte die Notenbank mit. Das werde den Preisauftrieb verstärken.

Dennoch wird die Inflationsrate in Deutschland noch auf absehbare Zeit weit unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank von knapp zwei Prozent bleiben. Erst für 2016 veranschlagt die deutsche Zentralbank mit 1,9 Prozent wieder einen Wert in der Nähe dieser Zielmarke. In diesem und im nächsten Jahr werden hingegen nur 1,1 beziehungsweise 1,5 Prozent erreicht.

Die Notenbanker sagen für das laufende Jahr nach europäischer Berechnung einen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,1 Prozent und für 2015 um 1,5 Prozent voraus. 2016 werde die Inflationsrate weiter auf 1,9 Prozent steigen. Im Mai war die Teuerung hierzulande nach dieser Berechnungsmethode auf 0,6 Prozent gesunken. Das hat Deflationssorgen verstärkt.

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Die Zahl der Arbeitslosen soll sich in diesem und im nächsten Jahr bei rund 2,8 Millionen einpendeln. Von der guten Konjunktur profitiert auch der Fiskus. "Der deutsche Staatshaushalt könnte zudem bis 2015 in etwa ausgeglichen bleiben, im Jahr 2016 könnte ein merklicher Überschuss erreicht werden", teilte die Bundesbank mit. Dahinter stehen den Bundesbank-Ökonomen zufolge vor allem die günstige Konjunktur und weiter sinkende Zinslasten. Eine bessere Haushaltsentwicklung wird aus Sicht der Bundesbank jedoch durch finanzpolitische Maßnahmen wie das kürzlich vom Bundestag verabschiedete Rentenpaket behindert.

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