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Wirtschaftsprognosen: Die wichtigsten Konjunkturbarometer

von Saskia Littmann

Kein Unternehmer oder Ökonom kommt ohne sie aus: Frühindikatoren. Sei deuten an, in wie sich die Wirtschaft voraussichtlich entwickelt. Was die wichtigsten Konjunkturbarometer sind, wie sie entstehen – und in welche Richtung sie aktuell zeigen.

Grafik: Earlybird Deutschland
Herausgeber: Commerzbank AG, Frankfurt, in Kooperation mit der WirtschaftsWoche Methode: Der Earlybird ist ein Frühindikator, der speziell auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft zugeschnitten ist. Er setzt sich aus drei Komponenten zusammen – dem Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie (ISM), dem kurzfristigen Realzins und dem realen Außenwert des Euro. Auf diese Weise lassen sich weltwirtschaftliche und monetäre Veränderungen sowie Wechselkurseffekte gleichermaßen abbilden. Das monatlich veröffentlichte Konjunkturbarometer hat gegenüber der Realwirtschaft einen Vorlauf von sechs bis neun Monaten. Im Juli sank der Indikator um gut 0,3 auf 1,31 Zähler, nachdem er im Juni leicht hatte zulegen können. Damit liegt er zwar immer noch deutlich im positiven Bereich, doch die Ökonomen warnen. „Der Earlybird befindet sich in einem klaren Abwärtstrend, zeigt also an, dass die zyklischen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft bei Weitem nicht mehr so gut sind wie über weite Strecken der vergangenen beiden Jahre“, schreibt die Commerzbank in ihrer aktuelle Analyse für die WirtschaftsWoche.

Die Reaktion kam prompt. Die Börsenkurse in den USA hatten sich nach der Einigung im US-Schuldenstreit gerade auf den Weg nach oben begeben, als der aktuelle Wert des Einkaufsmanagerindex ISM über den Ticker lief. Das Industriebarometer war deutlich gefallen – und sofort drehte der Dow Jones ins Minus.

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Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie Frühindikatoren die Märkte bewegen – gerade in Zeiten wie diesen, in denen viele den nächsten Abschwung heraufziehen sehen. Frühindikatoren haben meist einen Vorsprung vor der Realwirtschaft von drei bis sechs Monaten. Im besten Fall zeigen sie konjunkturelle Wendepunkte schon an, wenn die Realwirtschaft noch brummt oder sich in tiefer Krise wähnt.

Experten unterscheiden zwischen "technischen" Frühindikatoren, die nach Prognosen für die Zukunft fragen, und "zeitlichen" Frühindikatoren, die zwar die aktuelle Lage betreffen, aber deutlich früher als harte Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verfügbar sind. Für die Konjunkturanalyse sind Frühindikatoren von großer Bedeutung, auch wenn sich Konzeption, Stoßrichtung und Aussagegehalt unterscheiden. Die WirtschaftsWoche gibt im Folgenden einen Überblick über die wichtigsten nationalen und internationalen Konjunkturbarometer.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.09.2011, 00:13 UhrAnonymer Benutzer: Fessenheim Demo 18.9.

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  • 06.09.2011, 21:33 UhrAnonymer Benutzer: Kreditklemme

    Der indikator brüssels ist der DAX. Und wenn man sich das erratische Auf und Ab anschaut, kann man sich selbst die Tagesmeldungen stricken.

  • 06.09.2011, 20:52 UhrAnonymer Benutzer: Fessenheim Demo 18.9.

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