
Die Reaktion kam prompt. Die Börsenkurse in den USA hatten sich nach der Einigung im US-Schuldenstreit gerade auf den Weg nach oben begeben, als der aktuelle Wert des Einkaufsmanagerindex ISM über den Ticker lief. Das Industriebarometer war deutlich gefallen – und sofort drehte der Dow Jones ins Minus.
Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie Frühindikatoren die Märkte bewegen – gerade in Zeiten wie diesen, in denen viele den nächsten Abschwung heraufziehen sehen. Frühindikatoren haben meist einen Vorsprung vor der Realwirtschaft von drei bis sechs Monaten. Im besten Fall zeigen sie konjunkturelle Wendepunkte schon an, wenn die Realwirtschaft noch brummt oder sich in tiefer Krise wähnt.
Experten unterscheiden zwischen "technischen" Frühindikatoren, die nach Prognosen für die Zukunft fragen, und "zeitlichen" Frühindikatoren, die zwar die aktuelle Lage betreffen, aber deutlich früher als harte Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verfügbar sind. Für die Konjunkturanalyse sind Frühindikatoren von großer Bedeutung, auch wenn sich Konzeption, Stoßrichtung und Aussagegehalt unterscheiden. Die WirtschaftsWoche gibt im Folgenden einen Überblick über die wichtigsten nationalen und internationalen Konjunkturbarometer.












