Wirtschaftsprognosen: Gute Aussichten, große Risiken

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Wirtschaftsprognosen: Gute Aussichten, große Risiken

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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagt für dieses Jahr ein Wirtschaftsplus von 0,4 Prozent voraus.

von Cordula Tutt

Die Wirtschaft wächst 2014 wieder stärker und die Steuereinnahmen klettern weiter, verheißen neue Wirtschaftsprognosen. Doch die Arbeitslosigkeit sinkt wohl nicht mehr, hohe Kosten durch Euro-Krise und die alternde Gesellschaft sind absehbar.

Das klingt erstmal gut. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagt für dieses Jahr ein Wirtschaftsplus von 0,4 Prozent voraus. 2014 dürfte das Wachstum sogar auf 1,7 Prozent steigen. Der Bundesverband deutscher Banken ist etwas optimistischer noch und erwartet 2013 einen Zuwachs von 0,6 Prozent, im kommenden Jahr dann ebenfalls ein Plus von 1,7 Prozent.

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Die Deutschen geben Geld aus, die Industrie investiert, langsam ziehen die Exporte wieder an, nachdem das tiefste Tal der Rezession in etlichen Euro-Staaten durchlitten scheint. Wichtig für die verschuldeten Kommunen, Länder und den Bund: Es kommen reichlich Steuern rein, die öffentlichen Haushalte werden 2013 und 2014 mit Überschüssen abschließen.

Studie bis 2014 IfW: Deutschland wird Wachstum vervierfachen

Die deutsche Wirtschaft ist auch im kommenden Jahr im Aufschwung - und legt an Tempo zu. Das prognostizieren Forscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Auch weniger Arbeitslose soll es 2014 geben.

Mehr Wachstum, weniger Arbeitslose, niedrigere Schulden: Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet 2014 einen robusten Aufschwung in Deutschland. Quelle: dpa

Doch Ausruhen ist für die nächste Bundesregierung nicht empfehlenswert. Es folgen nämlich noch zwei weniger hoffnungsvolle Botschaften. Es werden zwar weiter Arbeitsplätze in Deutschland entstehen, allerdings dürfte die Zahl der Erwerbslosen nach der DIW-Prognose nicht zurück gehen. Vor allem, weil Menschen aus krisengeplagten europäischen Ländern Jobs in Deutschland suchen steigt die Zahl derer, die hier arbeiten oder zumindest arbeiten wollen. Also dürfte die Arbeitslosenquote dieses und nächstes Jahr bei etwa 6,8 Prozent verharren.

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Doch mit diesem Mini-Polster bei Staatsfinanzen und Sozialversicherungen sollte die nächste Regierung ihre Wähler nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Geld für unangenehmere Zeiten sorgsam eingesetzt werden sollte. Lieber früher als zu spät sollten Ausgaben überdacht und vielleicht gestrichen werden. Sonst entsteht kein Handlungsspielraum, der bald bitter nötig wird. Die Gesellschaft altert, das bedeutet – wenn die Babyboomer langsam in Rente gehen - weniger Einnahmen für den Staat und die Sozialkassen. Zugleich steigen die Ausgaben für Rente, Gesundheit, Pflege. Und wegen der  Euro-Staatsschuldenkrise lauern noch Milliardenrisiken. Zu einem großen Teil dürften solche Lasten dann Deutschland treffen. Gemütlich wird es da trotz vordergründig guter Konjunkturdaten in Deutschland nicht.

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