ZEW-Konjunkturbarometer: Finanzprofis glauben an deutsche Wirtschaft

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ZEW-Konjunkturbarometer: Finanzprofis glauben an deutsche Wirtschaft

Die konjunkturelle Zuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im Oktober weiter verbessert. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland stiegen um 6,7 Punkte auf minus 11,5 Zähler.

Das Vertrauen der Finanzprofis in die deutsche Wirtschaft festigt sich zusehends. Das ZEW-Barometer für die Entwicklung der Konjunktur in den kommenden sechs Monaten kletterte im Oktober von minus 18,2 Punkten auf minus 11,5. Dies war bereits der zweite Anstieg in Folge, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag zu seiner Umfrage unter Analysten und Anlegern mitteilte.

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Konjunkturindikatoren

  • ZEW-Konjunkturerwartungen

    Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

  • ifo-Index

    Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten gut und schlecht.

  • Einkaufsmanagerindex

    Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

  • Geldmenge (M1)

    Umfasst den Bargeldumlauf und die Sichteineinlagen, wie zum Beispiel Sparbücher. Da die in M1 enthaltenen Bestandteile direkt für Transaktionen zur Verfügung stehen, deutet ein Anstieg darauf hin, dass die Kaufbereitschaft der Konsumenten und Unternehmen steigt. Der Indikator hat einen Vorlauf von zwei bis drei Quartalen.

     

  • Baltic Dry Index (BDI)

    Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

  • GfK-Konsumklimaindex

    Der Index des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK prognostiziert die Veränderung der monatlichen privaten Konsumausgaben. Hierfür werden 2000 repräsentativ ausgewählte Personen nach ihren Einkommens- und Konjunkturerwartungen befragt.  

     

Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt nur mit einer Verbesserung auf minus 15,0 Punkte gerechnet.

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Wachstumsprognosen für 2012

  • Kiel Economics

    Bruttoinlandsprodukt: 1,2*

    Arbeitslose**: 6,6

    Verbraucherpreise: 1,9

    Langfristiger 10-Jahreszins Ende 2012: 2,6

    Wechselkurs Euro/Dollar Ende 2012: 1,46

    Ölpreis Brent in USD/Barrel Ende 2012: 104

    *Angaben in Prozent, reale Veränderungen zum Vorjahr

    ** in Prozent der zivilen Erwerbspersonen

  • UniCredit Bank

    Bruttoinlandsprodukt: 1,0

    Arbeitslose: 6,9

    Verbraucherpreise: 1,8

    Langfristiger 10-Jahreszins Ende 2012: 2,8

    Wechselkurs Euro/Dollar Ende 2012: 1,37

    Ölpreis Brent in USD/Barrel Ende 2012: 120

  • RWI, Essen

    Bruttoinlandsprodukt: 0,6

    Arbeitslose: 6,8

    Verbraucherpreise: 1,7

    Langfristiger 10-Jahreszins Ende 2012: 2,0

    Wechselkurs Euro/Dollar Ende 2012: 1,36

    Ölpreis Brent in USD/Barrel Ende 2012: 110

  • IfW, Kiel

    Bruttoinlandsprodukt: 0,5

    Arbeitslose: 6,8

    Verbraucherpreise: 1,8

    Langfristiger 10-Jahreszins Ende 2012: 2,7

    Wechselkurs Euro/Dollar Ende 2012: 1,35

    Ölpreis Brent in USD/Barrel Ende 2012: 105

  • ifo Institut, München

    Bruttoinlandsprodukt: 0,4

    Arbeitslose: 6,7

    Verbraucherpreise: 1,8

    Langfristiger 10-Jahreszins Ende 2012: 2,5

    Wechselkurs Euro/Dollar Ende 2012: 1,35

    Ölpreis Brent in USD/Barrel Ende 2012: 111

  • Morgan Stanley

    Bruttoinlandsprodukt: 0,1

    Arbeitslose: 7,4

    Verbraucherpreise: 1,6

    Langfristiger 10-Jahreszins Ende 2012: 2,2

    Wechselkurs Euro/Dollar Ende 2012: 1,20

    Ölpreis Brent in USD/Barrel Ende 2012: 100

  • Deutsche Bank

    Bruttoinlandsprodukt: 0,0

    Arbeitslose: 7,2

    Verbraucherpreise: 1,7

    Langfristiger 10-Jahreszins Ende 2012: 2,7

    Wechselkurs Euro/Dollar Ende 2012: 1,35

    Ölpreis Brent in USD/Barrel Ende 2012: 116

  • Commerzbank

    Bruttoinlandsprodukt: 0,0

    Arbeitslose: 6,9

    Verbraucherpreise: 1,6

    Langfristiger 10-Jahreszins Ende 2012: 2,3

    Wechselkurs Euro/Dollar Ende 2012: 1,25

    Ölpreis Brent in USD/Barrel Ende 2012: 110

Weitere Artikel

"Der gestiegene Saldo des Indikators zeigt, dass sich die konjunkturellen Risiken für Deutschland aus Sicht der Finanzmarktexperten etwas reduziert haben", erklärte das ZEW. Die Lage bewerteten die Experten allerdings schlechter als im Vormonat: Dieses Barometer fiel um 2,6 auf 10,0 Punkte. Ökonomen hatten 11,3 Zähler vorausgesagt.

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