ZEW und Maschinenbau: Deutsche Konjunktur zeigt sich kaum beeindruckt

ZEW und Maschinenbau: Deutsche Konjunktur zeigt sich kaum beeindruckt

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Die Maschinenbauer senken ihre Produktionsprognose

Die Konjunkturerwartungen der Börsianer fallen zum vierten Mal in Folge, die Maschinenbauer kassieren ihre Prognose. Doch insgesamt können die Krisen in Griechenland und China der deutschen Wirtschaft wenig anhaben.

Börsenprofis blicken mit Skepsis auf die deutsche Wirtschaft. Das Barometer für die Konjunkturerwartungen in den nächsten sechs Monaten sank im Juli auf 29,7 Zähler von 31,5 Punkten, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter 223 Anlegern und Analysten mitteilte. Es war bereits der vierte Rückgang in Folge.

Jedoch: Ökonomen hatten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. "Der Konjunkturausblick für Deutschland bleibt im Großen und Ganzen positiv", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Weder die Schwierigkeiten im Umgang mit der griechischen Staatsschuldenkrise noch die Turbulenzen an den chinesischen Finanzmärkten hätten die Experten stark beeindruckt.

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Die Bewertung der konjunkturellen Lage in Deutschland legte sogar leicht zu: Das entsprechende Barometer stieg um 1,0 auf 63,9 Zähler. "Grund zum Trübsal blasen besteht somit nicht", sagte VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel. Die Binnenwirtschaft laufe solide und die Erholung der US-Wirtschaft lasse auf eine Verbesserung für die Exportwirtschaft hoffen.

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Auch die Nachrichten aus dem Maschinenbau als Frühindikator und Rückgrat der deutschen Konjunktur sind nicht so erschreckend, wie sie auf den ersten Blick scheinen mögen: Zwar haben die Maschinenbauer ihre Prognose für die Produktion im Gesamtjahr 2015 gesenkt. Der Branchenverband hatte bislang für den Zeitraum Januar bis April ein Produktionsplus von 1,1 Prozent angenommen, nun wird lediglich eine Stagnation der Produktion erwartet.

Nach wie vor hofft die mittelständisch geprägte Branche aber auf eine Erholung im zweiten Halbjahr. "Wir rechnen für den weiteren Jahresverlauf weiter mit einem moderaten Produktionswachstum in einem labilen Umfeld", sagte Wiechers. "Wir gehen davon aus, die Minusraten bis zum Jahresende ausgleichen zu können."

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