Zinserhöhung in den USA: Yellen will Wirtschaft nicht „heißlaufen“ lassen

Zinserhöhung in den USA: Yellen will Wirtschaft nicht „heißlaufen“ lassen

, aktualisiert 20. Januar 2017, 04:03 Uhr
Bild vergrößern

Janet Yellen hält ein Auge auf die Inflation: Die Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve bei einer Rede.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Dezember haben die US-Währungshüter signalisiert, dass sie 2017 energischer auftreten werden. Bei einer Rede am Donnerstag äußerte sich die Fed-Vorsitzende Janet Yellen nun zu den geplanten Zinserhöhungen.

Palo AltoUS-Notenbankchefin Janet Yellen hat erneut davor gewarnt, die geplanten Zinserhöhungen zu lange aufzuschieben. Dies könnte die Inflation antreiben und die Fed letztlich doch zwingen, die Zinsen hochzusetzen, sagte Yellen am Donnerstag in einer Rede an der Stanford-Universität in Kalifornien laut Manuskript. Dann bestünde die Gefahr, dass die Wirtschaft in ein Chaos stürzt.

Mit einer schrittweisen Erhöhung könne man dies verhindern. "Es ist riskant und unklug, die Wirtschaft merklich und andauernd heißlaufen zu lassen", sagte Yellen. Allerdings werde es nicht einfach, den richtigen Weg zu finden, um den Arbeitsmarkt zu fördern und gleichzeitig das Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent zu erreichen. Dabei verwies sie etwa auf die schwächelnde Weltwirtschaft und das langsame Produktivitätswachstum in den USA.

Anzeige

Die Währungshüter hatten im Dezember die Zinsen zum zweiten Mal innerhalb eines Jahrzehnts angehoben. Zugleich signalisierten sie, in diesem Jahr energischer aufzutreten. Zurzeit liegen die Zinsen zwischen 0,5 und 0,75 Prozent. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Fed in den kommenden zwölf Monaten dreimal an der Zinsschraube dreht.

Yellens Kollege John Williams sagte unterdessen mit Blick auf den Amtsantritt von Donald Trump, die Unsicherheit sei zurzeit nicht größer als nach anderen Wahlen. "Es geht nicht nur um die Haushaltspolitik, sondern auch um die neue Regierung und den neuen Kongress." Die Fed konzentriere sich auf die Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%